Kurz gesagt
Bambu Lab ist ein in Shenzhen gegründeter Hersteller von FDM-Druckern mit den Serien A, P, X und H. Für den Einstieg eignen sich A1 mini und A1, für Druck im Gehäuse P1S oder P2S. Die Marke punktet mit Tempo und Selbstkalibrierung; die Cloud-Anbindung ist der meistdiskutierte Schwachpunkt.
Bambu Lab ist der Hersteller, an dem sich im Heimbereich fast jeder neue FDM-Drucker messen lassen muss. Die Marke deckt vom kleinen Einsteigergerät bis zum Großformat mit Doppeldüse alle Klassen ab. Diese Seite ordnet die Modelle ein und sagt, welches zu wem passt.
Was ist Bambu Lab?
Bambu Lab ist ein Hersteller von Desktop-3D-Druckern mit Sitz in Shenzhen, China. Das Unternehmen wurde im August 2020 gegründet, mit Ye Tao an der Spitze, der zuvor die Consumer-Drohnen-Sparte bei DJI geleitet hat (Quelle: Wikipedia). Weitere Standorte gibt es laut Wikipedia in Shanghai und Austin, Texas.
Das Ökosystem besteht aus drei Teilen. Die Drucker kommen vormontiert und weitgehend vorkalibriert. Der Slicer Bambu Studio ist quelloffen. Die Plattform MakerWorld liefert druckfertige Modelle, die sich direkt aus dem Slicer oder der App Bambu Handy starten lassen.
Die aktuellen Modelle
Die Tabelle zeigt die Modelle, die für Käufer in Deutschland am häufigsten relevant sind. Alle Werte stammen von Hersteller- oder Händlerseiten und aus Fachmedien (siehe Quellen).
| Modell | Klasse | Bauraum | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| A1 mini | Einsteiger, offen | 180 × 180 × 180 mm | Bettschubser, unter 48 dB laut Händlerangabe |
| A1 | Einsteiger bis Fortgeschrittene, offen | 256 × 256 × 256 mm | AMS lite mit bis zu vier Farben |
| P1S | Geschlossen, CoreXY | 256 × 256 × 256 mm | Aktivkohlefilter, AMS mit bis zu 16 Farben |
| P2S | Geschlossen, CoreXY | 256 × 256 × 256 mm | Touchscreen, Schnellwechsel-Düse, AMS 2 Pro im Combo |
| H2D / H2S / H2C | Großformat, Oberklasse | laut Hersteller prüfen | H2D mit Doppeldüse; H2S mit Einzeldüse; H2C mit automatischem Düsenwechsel |
Angaben laut Hersteller bzw. Händler. Zu H2-Serie, X1-Serie und neueren Modellen haben wir keine geprüften Bauraumwerte, deshalb nennen wir sie hier nicht.
Bambu Lab führt seine Geräte in drei Linien. Die A-Serie ist offen und günstig. Die P-Serie ist geschlossen. Die X- und H-Serie richtet sich an Anwender mit höheren Ansprüchen. Der P2S gilt laut Wikipedia als Nachfolger der P1-Reihe. Wer vor der Wahl zwischen P1S und P2S steht, findet im Vergleich P1S gegen P2S die Unterschiede.
Welcher Bambu-Lab-Drucker passt zu welchem Einsatz?
Der A1 mini passt zu Einsteigern mit wenig Platz. Der A1 passt zu Einsteigern, die mehr Bauraum und bis zu vier Farben wollen. Der P1S oder P2S passt, sobald ein Gehäuse gebraucht wird, etwa für ABS oder ASA oder für die Wohnung. Die Entscheidung zwischen den beiden A-Modellen erklärt der Vergleich A1 gegen A1 mini.

Bambu Lab A1
Offener Allrounder mit großem Bauraum, für Einsteiger wie Fortgeschrittene.
- Bauraum 256 × 256 × 256 mm laut Hersteller
- Automatische Kalibrierung
- Mehrfarbig mit AMS lite nachrüstbar
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Bambu Lab A1: Bauraum und Mehrfarbdruck zum Einstieg
Der A1 hat laut Bambu Lab einen Bauraum von 256 × 256 × 256 mm und einen offenen Rahmen. Das Combo-Set enthält das AMS lite. Es ist auf vier Farben begrenzt, das normale AMS passt nicht an den A1. Tom’s Hardware nennt den A1 einen zuverlässigen, leisen Hochgeschwindigkeitsdrucker und lobt Touchscreen, Schnellwechseldüsen und automatische Bettnivellierung. Als Schwächen nennt der Test den Platzbedarf des AMS und den Filamentabfall beim Farbwechsel.
Für wen die Marke passt
Bambu Lab passt zu dir, wenn du schnell Ergebnisse willst und wenig Zeit mit Einstellungen verbringen möchtest. Die Geräte kalibrieren sich laut Hersteller weitgehend selbst. Der A1 mini führt Bettnivellierung, Z-Offset, Vibrationskalibrierung und Pressure Advance automatisch aus.
Bambu Lab passt weniger, wenn du ein vollständig offenes System ohne Herstellerplattform möchtest. Dann lohnt der Blick auf Prusa. Wer ein günstigeres Gerät mit ähnlichem Funktionsumfang sucht, findet bei Anycubic Alternativen.
Tipp: Offene Geräte wie der A1 eignen sich für PLA, PETG und TPU. Bambu Lab rät beim A1 davon ab, ihn selbst einzuhausen. Für ABS, ASA oder PC ist ein geschlossenes Gerät wie der P1S die richtigere Wahl.
Software, Ersatzteile, Service
Bambu Studio ist der hauseigene Slicer und laut Wikipedia quelloffen. Über Bambu Handy steuerst du die Drucker aus der Ferne und greifst auf MakerWorld zu. Die Geräte lassen sich per WLAN oder LAN anbinden.
Bei den Verbrauchsteilen setzt die Marke auf Schnellwechsel. Beim A1 sitzt die Düse laut Hersteller in einem Ein-Klick-Wechselsystem. Für abrasive Filamente wie PLA-CF oder PETG-CF empfiehlt Bambu Lab eine Düse aus gehärtetem Stahl. Beim A1 mini rät der Händler 3DJake von CF- und GF-Filamenten ab.
Ein Kritikpunkt ist die Cloud-Anbindung. Wikipedia dokumentiert einen Cloud-Ausfall, bei dem einzelne Drucker unkontrolliert druckten oder ausfielen. Außerdem gab es Diskussionen um eine Firmware mit Autorisierungsschutz und mögliche Einschränkungen für Slicer von Drittanbietern. Bambu Lab hat dazu später Klarstellungen veröffentlicht. Prüfe vor dem Kauf den aktuellen Stand, wenn dir lokaler Betrieb ohne Cloud wichtig ist.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Hohe Geschwindigkeit: A1 und A1 mini erreichen laut Hersteller 500 mm/s, der P1S zusätzlich bis zu 20.000 mm/s² Beschleunigung.
- Geringe Einrichtungshürde dank Selbstkalibrierung und Touchscreen.
- Mehrfarbdruck als Zubehör: AMS lite für A1 und A1 mini, AMS für P1S und P2S.
- Große Modellbibliothek über MakerWorld und ein quelloffener Slicer.
Schwächen
- Das AMS verursacht Spülabfall und braucht Platz (Tom’s Hardware).
- Die A-Serie ist offen und nur eingeschränkt für Hochtemperaturmaterial geeignet.
- Die Cloud- und Firmware-Diskussion bleibt für datensensible Nutzer ein Thema.

Bambu Lab P1S Combo
Geschlossener Drucker mit AMS für Mehrfarbdruck ab Werk.
- Mehrfarbdruck mit AMS im Set
- Geschlossenes Gehäuse
- Auch für anspruchsvollere Materialien
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Bambu Lab P1S Combo: geschlossen und bis zu 16 Farben
Der P1S ist ein geschlossener CoreXY-Drucker mit 256 × 256 × 256 mm Bauraum und Aktivkohlefilter. Beschleunigung bis zu 20.000 mm/s² und 500 mm/s Druckgeschwindigkeit nennt der Händler 3DJake. Das Combo enthält das AMS. Der Vergleich A1 gegen P1S zeigt, wann sich der Aufpreis für das Gehäuse lohnt.
Bambu Lab im Vergleich zu anderen Marken
Anycubic konkurriert mit ähnlich ausgestatteten Geräten und setzt ebenfalls auf Mehrfarbdruck. Der Markenvergleich Anycubic gegen Bambu Lab stellt die jeweils relevanten Modelle nebeneinander.
Prusa Research setzt auf Open Source, Reparierbarkeit und tschechische Fertigung. Mehr dazu im Vergleich Prusa gegen Bambu Lab. Wer sich für Creality interessiert, liest den Vergleich Creality gegen Bambu Lab. Eine breitere Übersicht aller Hersteller bietet die Seite 3D-Drucker-Marken.

Bambu Lab A1 mini
Kompakter Einstieg, der schnell aufgebaut ist und kaum Einstellarbeit braucht.
- Aufbau laut Hersteller in rund 20 Minuten
- Wenig Platzbedarf auf dem Schreibtisch
- Großes Ökosystem an Vorlagen
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Bambu Lab A1 mini: kleiner Bauraum, großer Funktionsumfang
Der A1 mini hat 180 × 180 × 180 mm Bauraum, 500 mm/s Höchstgeschwindigkeit und eine Flussrate bis 28 mm³/s laut 3DJake. Tom’s Hardware beschreibt ihn als günstigen, schnellen, leisen und einfach bedienbaren Bettschubser. Der Bauraum ist klein, reicht laut Test aber für viele praktische Drucke.
Wie funktioniert Mehrfarbdruck bei Bambu Lab?
Bambu Lab setzt auf das AMS, ein Spulensystem mit automatischem Filamentwechsel. Am A1 und A1 mini arbeitet das AMS lite mit bis zu vier Farben. Das normale AMS passt laut Hersteller nicht an den A1. Beim P1S sind laut Hersteller bis zu 16 Farben möglich. Der P2S wird im Combo mit dem AMS 2 Pro geliefert. Es fasst vier Farben und trocknet dabei das Filament, so Tom’s Hardware.
Der Farbwechsel läuft über Spülen. Dabei fällt Abfall an. Tom’s Hardware kritisiert das für A1, A1 mini und P2S gleichermaßen. Eine Übersicht passender Geräte bietet die Seite Multicolor-Systeme. Wer vor allem Mehrfarbdruck sucht, vergleicht die Geräte in der Bestenliste für mehrfarbige Drucker.
Welche Materialien drucken Bambu-Lab-Drucker?
Die offenen A-Modelle drucken PLA, PETG und TPU sowie PVA als Stützmaterial. Beim A1 mini rät 3DJake von ABS, ASA, PC, PA, PET sowie CF- und GF-Filamenten ab. Das Gehäuse des P1S eignet sich laut Hersteller für Filamente mit höherem Temperaturbedarf. Für ASA nennt der Händler eine 0,6-mm-Düse als Option. Der P2S druckt laut Tom’s Hardware alle Materialien bei geschlossener Tür.
Einstieg und Materialwahl erklären die Seiten zu PLA, PETG und TPU. Für ABS und ASA brauchst du ein geschlossenes Gerät und gute Belüftung; Details stehen unter ABS und ASA.
Fazit
Bambu Lab bietet für jede Klasse ein geschlossenes Gesamtpaket aus Drucker, Slicer und Modellbibliothek. Für den Einstieg sind A1 und A1 mini die naheliegenden Geräte. Wer ein Gehäuse braucht, startet beim P1S oder P2S. Die Cloud-Thematik solltest du vor dem Kauf bewusst abwägen. Eine Übersicht passender Geräte findest du in der Bestenliste für Einsteiger.
Quellen
- Bambu Lab – Wikipedia
- Bambu Lab A1 – Hersteller-Shop
- Bambu Lab P1S – Hersteller-Shop
- Bambu Lab P1S – 3DJake
- Bambu Lab A1 mini – 3DJake
- Bambu Lab A1 Review – Tom’s Hardware
- Bambu Lab A1 Mini Review – Tom’s Hardware
- Bambu Lab P2S Review – Tom’s Hardware
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