P1S vs. P2S

Bambu Lab P1S vs. P2S: Welcher passt zu dir?

Gleicher Bauraum, andere Ausstattung: Der direkte Vergleich von Düse, Display, Kamera, Kammer und Preislage.

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Kurz gesagt

Wer günstig und bewährt einsteigen will, nimmt den Bambu Lab P1S; wer Komfort, gehärtete Düse und bessere Kamera will, nimmt den P2S. Bauraum von 256 × 256 × 256 mm und Druckqualität sind laut Makers101 nahezu gleich. Der P2S gewinnt bei Bedienung und Material, der P1S beim Preis.

Wer günstig und bewährt einsteigen will, nimmt den Bambu Lab P1S. Wer Komfort, gehärtete Düse und bessere Kamera will, nimmt den P2S. Beide Drucker haben denselben Bauraum und laut Makers101 nahezu dieselbe Druckqualität. Die Unterschiede liegen im Detail.

Hinweis: Für den P2S haben wir auf Amazon.de keinen geprüften Eintrag, deshalb zeigen wir nur beim P1S eine Kaufbox. Die Einzelberichte findest du unter Bambu Lab P1S und Bambu Lab P2S.

P1S und P2S im direkten Vergleich

Merkmal Bambu Lab P1S Bambu Lab P2S
Bauraum 256 × 256 × 256 mm 256 × 256 × 256 mm
Kopfgeschwindigkeit (Hersteller) bis 500 mm/s bis 600 mm/s
Beschleunigung bis 20.000 mm/s² bis 20.000 mm/s²
Fördermenge Hotend bis 32 mm³/s bis 40 mm³/s
Bett maximal 100 °C 110 °C
Düse Edelstahl 0,4 mm gehärteter Stahl 0,4 mm
Hotend verschraubt Schnellwechsel per Klick
Display 2,7 Zoll, monochrom 5 Zoll, Touchscreen
Kamera 1280 × 720, 0,5 Bilder/s 1920 × 1080, 30 Bilder/s
Kammer geschlossen, nicht beheizt geschlossen, passiv bis etwa 50 °C
Mehrfarb-Combo AMS AMS 2 Pro
Maße und Gewicht 389 × 389 × 458 mm, 12,95 kg 392 × 406 × 478 mm, 14,9 kg

Angaben laut Hersteller bzw. 3DMag und Makers101. Geschwindigkeitswerte entstanden unter unterschiedlichen Testbedingungen und sind nicht direkt vergleichbar.

Welcher Drucker druckt besser?

Punktsieger: unentschieden. Beide Drucker nutzen laut Makers101 dieselbe CoreXY-Kinematik, die Druckqualität sei nahezu identisch. Der P2S nennt 600 statt 500 mm/s Spitzengeschwindigkeit. 3DMag warnt, die Werte stammen aus unterschiedlichen Testbedingungen und versprechen keine kürzeren Druckzeiten. Auch All3DP schreibt, die Kernfähigkeiten seien weitgehend unverändert. Einen Aufpreis für bessere Druckqualität zahlst du also nicht.

Etwas Vorsprung hat der P2S bei der Kühlung. All3DP sieht die Überhangkühlung im oberen Bereich seiner Klasse. Das ist ein Eindruck des Testers, keine Messung.

Welcher Drucker bietet die bessere Düse und das bessere Hotend?

Punktsieger: P2S. Der P2S bringt eine gehärtete Stahldüse ab Werk mit, der P1S eine Edelstahldüse. Damit druckst du mit dem P2S abrasive Materialien wie kohlefaserverstärkte Filamente ohne Nachrüsten. Das Schnellwechsel-Hotend macht den Düsentausch laut Makers101 werkzeuglos, beim P1S schraubst du.

Der P2S nutzt das Düsensystem der H2-Serie. Es ist nicht mit A1-Düsen kompatibel. Wer bereits Zubehör der A-Serie besitzt, kann es hier nicht verwenden. Zu Materialien siehe technische Filamente.

Welcher Drucker ist leichter zu bedienen?

Punktsieger: P2S. Der P1S hat laut PC-Welt ein einfaches monochromes Display ohne Touchscreen, das bei einem sonst hochwertigen Gerät fehl am Platz wirke. Der P2S hat einen 5-Zoll-Touchscreen mit 854 × 480 Pixeln. Dazu kommt eine Kamera mit 1080p und 30 Bildern pro Sekunde statt 720p und 0,5 Bilder pro Sekunde. Zeitraffer und Fernüberwachung profitieren davon deutlich.

All3DP nennt den P2S einen modernen P1S, der benutzerfreundlicher sei. Für Einsteiger zählt das. Weitere Modelle für den Einstieg findest du bei 3D-Druckern für Anfänger.

Welcher Drucker ist besser für ABS und ASA?

Punktsieger: P2S, knapp. Beide Drucker sind geschlossen. Beide haben laut Makers101 keine aktive Kammerheizung. Der P2S erreicht aber ein höheres Bett von 110 °C und eine passive Kammertemperatur bis etwa 50 °C laut 3DMag. Zusätzlich verbessert ein neuer Luftstrom die Kühlung bei geschlossener Tür. Für ABS und ASA brauchst du bei beiden Geräten gute Belüftung, denn beim Drucken entstehen Dämpfe. Hintergründe findest du bei ABS und ASA.

Welcher Drucker ist besser für Mehrfarbdruck?

Punktsieger: P2S, knapp. Die P1S Combo enthält das AMS, die P2S Combo das AMS 2 Pro. Beide Systeme laden vier Spulen pro Einheit. PC-Welt kritisiert beim P1S den hohen Filamentverbrauch durch das Spülen und dass TPU nicht über das AMS läuft. Beim P2S erlaubt ein Puffer an der Rückseite laut All3DP, das AMS und eine externe Spule ohne zusätzlichen PTFE-Schlauch zu nutzen. Das macht den Wechsel zwischen Mehrfarbdruck und Einzelspule einfacher.

Makers101 nennt aber auch bekannte Probleme beim P2S: Kommunikationsfehler zwischen Drucker und AMS 2 Pro bei langen Mehrfarbdrucken. Das ist ein Hinweis, kein Ausschlussgrund. Wer viel Farbe drucken will, findet weitere Optionen unter Multicolor-Systemen. Ein Überblick über die Drucker steht auf Mehrfarb-3D-Drucker.

Was ändert sich bei Aufstellung und Wartung?

Punktsieger: P1S bei der Größe, P2S bei der Wartung. Der P1S misst 389 × 389 × 458 mm und wiegt 12,95 kg. Der P2S misst 392 × 406 × 478 mm und wiegt 14,9 kg. Der Unterschied ist klein, aber du merkst ihn beim Tragen und im Regal. Dafür erleichtert der P2S laut All3DP die Reinigung: Der Kammerboden fällt zur Tür hin ab, damit Reste herausfallen. Seitliche Mulden dienen als Tragegriffe.

Beim Hotend spart der P2S Zeit, denn es wechselt per Klick. Der P1S braucht Werkzeug. Beide Drucker profitieren von einem Filamenttrockner und einem sauberen Stellplatz. Eine Liste sinnvoller Hilfsmittel steht bei Werkzeug-Sets.

Welcher Drucker ist günstiger?

Punktsieger: P1S. 3DMag nennt für den P2S historische europäische Einführungspreise von 519 € (Gerät) und 749 € (Combo mit AMS 2 Pro). Der P1S ist ein älteres Modell und wird laut Makers101 weiterhin angeboten. Makers101 nennt in den USA 399 US-Dollar für den P1S und 549 US-Dollar für den P2S, jeweils als Listenpreis. In Deutschland schwanken die Angebote stark, vergleiche bei Händlern. Aktuelle Aktionen sammeln wir auf der Seite Angebote.

Der Preisabstand ist laut Makers101 in den USA mit etwa 150 US-Dollar eher klein. Wenn er bei dir ebenso klein ausfällt, kippt die Rechnung zugunsten des P2S, weil du die gehärtete Düse einsparst.

Welcher Drucker hat die bessere Zukunft?

Punktsieger: P2S, aber der P1S ist nicht abgeschrieben. Makers101 berichtet, Bambu plane keine Einstellung des P1S. Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates seien langfristig zugesagt. Der P2S passt zum aktuellen Düsensystem der Marke. Er ist daher die langfristig bessere Wahl für Neukäufer, die lange drucken wollen. Mehr über die Marke steht unter Bambu Lab.

Wie zuverlässig sind die Vergleichswerte?

Die Tabelle stützt sich auf Herstellerangaben und auf Auswertungen von 3DMag und Makers101. Wir haben beide Drucker nicht selbst getestet. Geschwindigkeitswerte hängen von Testbedingungen ab: Der P1S erreicht laut Datenblatt 32 mm³/s Fördermenge unter anderen Bedingungen als der P2S mit 40 mm³/s. Ein Händlerdatenblatt nennt für den P2S sogar 500 mm/s Spitzengeschwindigkeit. Deshalb zählen im Alltag eher Ausstattung, Bedienung und Material als reine Zahlen. Wie wir bewerten, steht auf der Seite So vergleichen wir.

Urteil je Nutzertyp

  • Einsteiger mit knappem Budget: P1S, sofern er deutlich günstiger ist.
  • Einsteiger mit Blick auf Komfort: P2S wegen Touchscreen und Kamera.
  • Nutzer abrasiver Filamente: P2S wegen der gehärteten Düse ab Werk.
  • Mehrfarbdrucker: P2S mit AMS 2 Pro in der Combo, laut Makers101 mit bekannten AMS-Kommunikationsfehlern bei langen Drucken.
  • Bestehende P1S-Besitzer: bleiben, wenn der Drucker zuverlässig läuft und du PLA und PETG druckst.
  • Wer eine aktive Kammerheizung braucht: weder P1S noch P2S, siehe Profi-Drucker.

Welche Boxen gehören zu den beiden Druckern?

Für den P1S zeigen wir die Combo mit AMS. Sie ist die Variante für Einsteiger, die später in vier Farben drucken wollen.

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Geschlossener Drucker mit AMS für Mehrfarbdruck ab Werk.

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Wer ohne Mehrfarbsystem startet, wählt den P1S solo. Das AMS lässt sich später ergänzen.

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Bambu Lab P1S

Geschlossenes CoreXY-Gerät, gut für Materialien, die zu Verzug neigen.

  • Geschlossener Bauraum
  • Automatische Bettnivellierung
  • Aktive Vibrationskompensation laut Hersteller
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Für den P2S haben wir keinen geprüften Amazon.de-Eintrag. Schau bei Händlern nach oder prüfe unsere Angebotsseite. Wenn dich beide Bambu-Drucker nicht überzeugen, vergleiche mit dem A1 gegen P1S.

Fazit

Der Bambu Lab P2S ist der bessere Drucker, der P1S der bessere Preis. Wer jetzt neu kauft und weniger als 100 € Aufpreis zahlt, nimmt den P2S. Wer nur PLA und PETG druckt und beim P1S spart, macht nichts falsch. Alle Daten stehen in den Einzelberichten zum P1S und P2S. Eine Übersicht der Direktvergleiche findest du unter 3D-Drucker Vergleich.

Quellen

* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr zum Werbehinweis

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026