Kobra X vs. A1

Anycubic Kobra X vs. Bambu Lab A1 im Vergleich

Zwei offene Vierfarbdrucker im Duell: Farbwechsel, Abfall, Ökosystem, Materialien und Lautstärke.

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Schneller MehrfarbdruckAnycubic Kobra XAnycubic Kobra XFarbwechsel ca. 35 s statt über 90 s (Tom's Hardware)Verfügbarkeit prüfen*Anzeige
Reifes ÖkosystemBambu Lab A1Bambu Lab A1Bambu Studio, Handy-App, MakerWorldAktuellen Preis prüfen*Anzeige

Kurz gesagt

Wer viele Farbwechsel druckt und Filament sparen will, nimmt den Anycubic Kobra X: Tom's Hardware maß rund 35 Sekunden pro Wechsel gegenüber über 90 Sekunden beim A1. Wer das ausgereiftere Ökosystem und mehr Community will, nimmt den Bambu Lab A1.

Der Anycubic Kobra X und der Bambu Lab A1 sind zwei offene Drucker mit Vierfarbdruck und ähnlichem Bauraum. Der Kobra X bringt sein Mehrfarbsystem im Druckkopf mit. Der A1 setzt auf das AMS lite und ein größeres Ökosystem.

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Anycubic Kobra X

Mehrfarbdrucker für Einsteiger mit Vierfarb-System.

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Bambu Lab A1

Offener Allrounder mit großem Bauraum, für Einsteiger wie Fortgeschrittene.

  • Bauraum 256 × 256 × 256 mm laut Hersteller
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Anycubic Kobra X und Bambu Lab A1 im direkten Vergleich

Merkmal Anycubic Kobra X Bambu Lab A1
Bauraum 260 × 260 × 260 mm 256 × 256 × 256 mm
Bauart offen offen, Einhausen nicht empfohlen
Geschwindigkeit 300 mm/s empfohlen, 600 mm/s maximal maximal 500 mm/s
Beschleunigung 10.000 mm/s² empfohlen, 20.000 mm/s² maximal maximal 10.000 mm/s²
Hotend maximal 300 °C maximal 300 °C
Düse 0,4 mm gehärteter Stahl 0,4 mm Edelstahl
Heizbett maximal 110 °C maximal 100 °C
Mehrfarbsystem ACE Gen 2 im Druckkopf, 4 Farben, erweiterbar auf 19 AMS lite (nur in der Combo), bis 4 Farben
Gewicht ca. 9,5 kg 8,3 kg netto
Kamera 720p nicht in den genutzten Datenblättern belegt
Slicer Anycubic Slicer Next Bambu Studio

Angaben laut Hersteller beziehungsweise Händlerdatenblatt.

Welcher Drucker wechselt Farben schneller?

Der Kobra X gewinnt dieses Duell deutlich. Tom’s Hardware maß im Schnitt rund 35 Sekunden pro Farbwechsel, vom Schneiden bis zum Spülen. Beim A1 waren es mehr als 90 Sekunden.

Das zahlt sich bei vielen Wechseln aus. Ein vierfarbiges Testmodell dauerte beim Kobra X 13 Stunden 10 Minuten. Beim A1 dauerte es 23 Stunden 8 Minuten. Bei einem Modell mit 776 Wechseln lag der Vorsprung bei etwa 10 Stunden.

Der Grund ist die Bauweise. Beim Kobra X laufen die Filamente direkt zum Druckkopf. Mehr zu Farbsystemen: Multicolor-Systeme im Überblick.

Welcher Drucker verschwendet weniger Filament?

Auch hier führt der Kobra X. Anycubic gibt rund 81 Prozent weniger Farbwechsel-Abfall an. Tom’s Hardware ermittelte im Praxisbeispiel etwa 150 g Spülabfall plus 42 g Spülturm beim Kobra X. Der A1 kam auf etwa 229 g Abfall plus 34 g Turm.

Das sind Werte für ein Testmodell mit sehr vielen Wechseln. Bei Drucken mit wenigen Farbflächen fällt der Unterschied kleiner aus. Rechne mit einem spürbaren, aber nicht überall gleich großen Vorteil für Anycubic.

Welcher Drucker ist einfacher einzurichten und zu bedienen?

Der A1 gewinnt knapp. Er hat das reifere Ökosystem aus Bambu Studio, Handy-App und der Modellplattform MakerWorld. Tom’s Hardware nennt das A1-Ökosystem ausdrücklich ausgereifter.

Der Kobra X punktet beim Aufbau. China-Gadgets nennt 15 bis 20 Minuten bis zum ersten Druck und eine gute Druckqualität ohne Nachjustieren, vor allem bei PLA. Beide Drucker kalibrieren automatisch. Anycubic nennt für den Kobra X das Verfahren LeviQ 3.0 mit 49 Messpunkten, Bambu Lab nennt für den A1 eine vollautomatische Kalibrierung vor jedem Druck.

Der Test bemängelt beim Kobra X offene Spulenhalter ohne Staubschutz und ohne Trocknung. Außerdem sind Teile von App und Anleitung fehlerhaft übersetzt. Wer ganz neu einsteigt, findet Orientierung unter 3D-Drucker für Anfänger.

Welcher Drucker ist leiser?

Dieses Duell ist offen. Anycubic nennt für den Kobra X unter 48 dB im Standardmodus. China-Gadgets maß bis zu 62 dB und damit deutlich mehr. Der leise Modus verlängert die Druckzeit. Tom’s Hardware beschreibt den Kobra X im Standardmodus dagegen als leise.

Bambu Lab nennt für den A1 keinen Dezibelwert, sondern nur eine aktive Motorgeräusch-Unterdrückung. Ohne belastbare Vergleichsmessung vergeben wir keinen Punkt.

Tipp: Beide Drucker sind offen gebaut. Stelle sie nicht in den Schlafbereich und plane Platz für die Spulen ein.

Welcher Drucker verträgt mehr Materialien?

Der Kobra X hat leichte Vorteile. Er wird mit gehärteter Stahldüse geliefert und druckt laut Tom’s Hardware PLA, PETG, TPU, PVA, PLA-CF, PETG-CF und ASA bis 300 °C. Weiches TPU in 95A und 85A druckte im Test ohne Probleme.

Der A1 kommt mit einer Edelstahldüse und 300 °C am Hotend. Für kohlefaserverstärkte Filamente brauchst du eine gehärtete Düse, die Bambu Lab nicht in der Grundausstattung nennt. Offene Bauweise bedeutet bei beiden: ABS und ASA sind wegen Verzug und Emissionen nur eingeschränkt zu empfehlen. Dafür ist ein geschlossener Drucker besser, zum Beispiel der Bambu Lab P1S.

Welcher Drucker hat den besseren Gesamtruf in Tests?

Tom’s Hardware nennt den Kobra X einen exzellenten Einstiegs-Vierfarber. Kritik gibt es an der Spulenführung und an einem Quietschen der Bewegungseinheit am Testgerät. Der RFID-Leser funktioniert nur mit Anycubic-Filament.

China-Gadgets sieht die Druckqualität des Kobra X etwas über dem A1 mini und lobt die Filamentbeladung. Das AMS lite am A1 zeigte dort mehr Vibrationen.

Ausführlich zu beiden Geräten: Anycubic Kobra X im Check und Bambu Lab A1 im Check. Zur kleineren Variante: A1 gegen A1 mini.

Wie unterscheiden sich Lieferumfang und Erweiterung?

Der A1 kommt laut Bambu Lab mit Spulenhalter, Purge-Wiper, Druckplatte aus Textured PEI, PTFE-Schlauch und einer Edelstahldüse. In der A1 Combo kommen AMS lite, Ständer, Gehäuse für das AMS lite und vier rotierende Spulenhalter dazu. Weitere Düsen mit 0,2, 0,6 und 0,8 mm gibt es optional.

Der Kobra X wird mit vier Farben ab Werk geliefert. Anycubic nennt eine Erweiterung auf bis zu 19 Farben mit zusätzlichen ACE-2-Pro-Einheiten und Filament-Hubs. Der ACE Gen 2 ist nicht mit dem ACE Pro der ersten Generation kompatibel. Das ist wichtig, falls du bereits Anycubic-Zubehör besitzt. Nachrüst-Optionen findest du unter Multicolor-Systeme.

Welcher Drucker trocknet Filament besser?

Keiner von beiden. Tom’s Hardware bemerkt ausdrücklich, dass dem Kobra X die Trocknungsfunktion des ACE Pro fehlt. China-Gadgets kritisiert offene Spulenhalter ohne Schutz vor Staub und Feuchtigkeit. Auch das AMS lite des A1 hat laut Datenblatt keine Trocknung.

Für feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie TPU oder PETG brauchst du bei beiden einen separaten Trockner. Was Feuchtigkeit anrichtet, erklärt die Seite zu feuchtem Filament. Passende Geräte stehen unter Filamenttrockner.

Was spricht für die Alternative aus der eigenen Marke?

China-Gadgets stellt den Kobra X dem A1 mini gegenüber. Der A1 mini ist kleiner (128-mm-Bauraum) und ohne Mehrfarb-Option günstiger, die Combo mit AMS liegt laut Test im Preis ähnlich wie der Kobra X. Wenn dir Platz auf dem Schreibtisch fehlt, ist der A1 mini die kompakte Option.

Urteil je Nutzertyp

  • Viele Farbwechsel, wenig Abfall: Anycubic Kobra X.
  • Weiches TPU oder CF-Filamente ohne Düsenwechsel: Anycubic Kobra X.
  • Größtes Ökosystem und Community: Bambu Lab A1.
  • Viel Zubehör und Anleitungen: Bambu Lab A1.
  • Beide in einer Preisklasse unsicher: Vergleiche die Combo-Preise tagesaktuell, siehe Mehrfarbdrucker.

Welcher Drucker braucht mehr Platz und wiegt mehr?

Der Bambu Lab A1 ist kompakter, wenn du das Netto-Gewicht betrachtest. Bambu Lab nennt 8,3 kg und Maße von 385 × 410 × 430 mm. Der Kobra X wiegt laut 3DJake etwa 9,5 kg und misst 455,4 × 445,3 × 461,3 mm. China-Gadgets nennt den Kobra X insgesamt etwas schwerer als den A1.

Das AMS lite des A1 braucht zusätzlichen Platz neben dem Drucker. Beim Kobra X hängen die Spulen oben auf dem Gerät. Plane bei beiden Druckern ausreichend Fläche für die Spulenhalter ein.

So haben wir verglichen

Wir haben beide Drucker nicht selbst getestet. Die Zahlen stammen aus Herstellerdatenblättern und aus Messungen von Tom’s Hardware und China-Gadgets. Preise nennen wir nicht, weil sie schwanken. Die Kriterien erklärt die Seite So vergleichen wir. Weitere Duelle sammelt die Seite 3D-Drucker Vergleich.

Fazit

Der Anycubic Kobra X ist der schnellere und sparsamere Vierfarbdrucker. Der Bambu Lab A1 ist die rundere Plattform. Wer viel mit Farbwechseln druckt, nimmt den Kobra X. Wer Support, Community und Software höher gewichtet, nimmt den A1. Eine Bambu-Lab-Combo mit AMS lite brauchst du für Mehrfarbdruck am A1 ebenfalls. Rechne außerdem einen separaten Filamenttrockner ein, denn keiner der beiden Drucker trocknet selbst. Beide Geräte sind offen gebaut und für PLA, PETG und TPU die bessere Wahl als für ABS. Weitere Marken-Unterschiede: Anycubic gegen Bambu Lab.

Quellen

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3D-Drucker-Ratgeber Icon

Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026