Waschstation

Resin Waschstation: Wash & Cure im Überblick

Welche Wash-and-Cure-Station zu deinem Resin-Drucker passt und wie du IPA, Wasser und Reste sicher handhabst.

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Kurz gesagt

Für große Bauplatten ist die Elegoo Mercury Plus V3.0 laut Herstellerdaten die Komplett-Lösung, für kleinere Drucker die Anycubic Wash & Cure 2.0. Entscheidend sind Waschvolumen, Waschmittel (IPA oder Wasser) und die Entsorgung der Flüssigkeit. Handschuhe und Lüftung brauchst du bei jedem Gerät.

Eine Resin-Waschstation entfernt flüssiges Harz vom frisch gedruckten Modell, ein UV-Härter macht es danach fest. Viele Geräte erledigen beides in einem Gehäuse. Dieser Überblick vergleicht vier Geräte nach Herstellerangaben und zeigt, worauf du bei Alkohol, Wasser, Aushärten und Entsorgung achten musst. Das Harz selbst behandelt die Seite Resin und Harz im Überblick.

Tipp: Miss zuerst die Bauplatte und das größte Modell deines Druckers. Das Waschvolumen muss beides aufnehmen, sonst passt das Gerät nicht zu deinem Drucker.

Unsere Empfehlungen im Überblick

Modell Ideal für Kernwerte laut Hersteller Urteil
Elegoo Mercury Plus V3.0 Große Bauplatten, Komplett-Station 303 × 303 × 413 mm; Modelle bis 230 × 135 × 260 mm; 405 nm; 60 W; Waschzeit bis 30 min Großer Allrounder
Anycubic Wash & Cure 2.0 (25 W) Kleine bis mittlere Drucker Waschvolumen 120 × 74 × 165 mm; Timer 1–60 min; 405 nm; 3,7 kg Kompakter Einstieg
Anycubic Wash & Cure 2.0 (40 W) Größere Modelle Waschvolumen 192 × 120 × 290 mm; Härtefläche Ø 190 × 245 mm; ca. 6,5 kg Mehr Platz
Creality UW-03 Kombi mit Creality-Druckern All-in-One-Nachbearbeitung; Paketangebote mit Halot-Druckern Datenblatt prüfen
Prusa CW1S Prusa-SL1S-Nutzer Nachhärtung laut Prusa mindestens 5 min Passend zum Prusa-Ökosystem

Angaben laut Hersteller.

Platz 1: Elegoo Mercury Plus V3.0 – die große Komplett-Station

Die Elegoo Mercury Plus V3.0 wäscht und härtet in einem Gerät. Laut dem Testbericht von Smartzone misst sie 303 × 303 × 413 mm und nimmt Modelle bis 230 × 135 × 260 mm ohne Bauplatte auf. Sie arbeitet mit 405-nm-UV-LEDs und dreht das Modell beim Härten um 360 Grad. Die Leistung gibt der Test mit 60 W an. Gewaschen wird im Korb oder mit der Bauplatte direkt in der Flüssigkeit, die Waschzeit reicht bis 30 Minuten.

Smartzone lobt die einfache Bedienung, die hohe Kapazität und die verstellbaren Halter im Korb. Der Tester findet die Station relativ leise. Auch ein Überhärten sei laut Test nicht möglich. Als Schwächen nennt der Test den losen Deckel und den Bedarf von einem vollen 5-Liter-Kanister Isopropanol, wenn du Modelle samt Bauplatte eintauchst. Zudem können sich manche Bauplatten mit Flüssigkeit füllen.

Für wen? Für alle mit größerer Bauplatte, die Wasch- und Härtegerät in einem Gerät wollen. Für wen nicht? Für Tüftler mit kleiner Arbeitsfläche. Mehr zur Technik hinter solchen Druckern steht unter Wash and Cure.

Platz 2: Anycubic Wash & Cure 2.0 – kompakt in zwei Leistungsstufen

Anycubic bietet die Wash & Cure 2.0 als 25-W- und 40-W-Modell an. Das 25-W-Modell hat laut Hersteller ein Waschvolumen von 120 × 74 × 165 mm, eine Härtefläche von Ø 140 × 165 mm und wiegt 3,7 kg. Das 40-W-Modell wäscht in 192 × 120 × 290 mm, härtet auf Ø 190 × 245 mm und wiegt etwa 6,5 kg. Beide haben einen Timer von 1 bis 60 Minuten.

Weitere Merkmale laut Anycubic: ein geschlossener Waschbereich, eine 360-Grad-Drehplattform, ein Reflektor für die Oberseite und eine UV-blockierende Abdeckung mit 99,95 % Abschirmung. Dazu kommt laut Seite eine automatische Pause. Das 25-W-Modell härtet mit 405 nm. Für das 40-W-Modell nennt die Seite keine Wellenlänge, prüfe sie vor dem Kauf.

Die kleine Variante passt zu kleinen bis mittleren Druckern und zu Einsteigern mit wenig Platz. Wer große Bauplatten hat, sollte das 40-W-Modell vergleichen. Zu den passenden Resin-Druckern des Herstellers führt Resin-Drucker im Überblick.

Platz 3: Creality UW-03 – All-in-One mit Druckerbündeln

Das Creality UW-03 beschreibt der Hersteller im Shop als All-in-One-Gerät für die Nachbearbeitung von Resin-Drucken. Ein Waschsystem soll überschüssiges Harz entfernen, eine UV-Aushärtung die Drucke gleichmäßig festigen. Der Shop bietet das UW-03 auch als Paket mit den Druckern Halot-X1 Neo, Halot X1 All in One und Halot-Mage S an. Dazu gibt Creality eine Garantie von bis zu 12 Monaten und 14 Tage Rückgaberecht an.

Technische Daten wie Kapazität, Wellenlänge oder Timer konnten wir auf der geprüften Shopseite nicht finden. Wir nennen deshalb keine Werte und raten dir, das Datenblatt im Creality-Wiki zu prüfen. Das UW-03 lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin einen Creality-Resin-Drucker kaufst und ein Paket günstiger ist.

Für wen nicht? Für alle, die vor dem Kauf exakte Maße und Waschvolumen vergleichen wollen, solange diese Daten fehlen.

Platz 4: Prusa CW1S – das Gerät im Prusa-Ökosystem

Die Prusa CW1S ist die Nachbearbeitungsstation von Prusa Research. Aus der Produktseite des Prusament Resin ist belegt: Für die Nachhärtung auf der CW1S nennt Prusa mindestens 5 Minuten. Ein Test mit 60 Minuten Nachhärtung zeigte die stärkste Vergilbung. Prusa empfiehlt als Reiniger DPM oder IPA und für DPM eine Waschzeit von 5 Minuten.

Weitere Daten zur CW1S haben wir nicht belegt und lassen sie deshalb weg. Die Station ist vor allem für Nutzer der Prusa-Harzdrucker interessant. Ob sie auf Amazon.de lieferbar ist, haben wir nicht geprüft. Prusa-Fans finden Hintergrund auf der Seite Prusa als Marke.

Konkrete Geräte zum Bestellen

Die folgenden Angebote zeigen aktuelle Wash-and-Cure-Geräte. Vergleiche Waschvolumen, Härtefläche und Wellenlänge mit deinem Drucker.



Worauf du achten solltest

Waschst du mit Isopropanol oder Wasser?

Das Waschmittel richtet sich nach dem Harz. Standard-Resin wäschst du mit Isopropanol (IPA) oder einem Reiniger, wasserwaschbares Resin mit Wasser. Prusa nennt für sein Harz DPM oder IPA. Anycubic empfiehlt für sein pflanzenbasiertes Harz rund 10 Minuten im Wash-&-Cure-Gerät mit mindestens 95 % Alkohol. Klär vor dem Kauf, welches Waschmittel der Hersteller für die Station freigibt, und prüfe, ob der Behälter lösungsmittelbeständig ist.

Wie groß muss der Waschbehälter sein?

Der Behälter muss deine Bauplatte oder das größte Modell aufnehmen. Smartzone weist darauf hin, dass du für die Mercury Plus V3.0 einen vollen 5-Liter-Kanister IPA brauchst, wenn du die Bauplatte mit Modell eintauchst. Plane also den Alkoholbedarf mit ein. Kosten für Verbrauchsmaterial zeigt 3D-Druck-Kosten im Überblick.

Wie härtest du richtig aus?

Die geprüften Stationen härten mit 405 nm UV-LEDs und drehen das Modell, soweit der Hersteller es angibt. Der Timer sollte sich auf 1–60 Minuten einstellen lassen, wie bei der Anycubic Wash & Cure 2.0. Zu langes Härten kann vergilben, wie Prusa für sein Harz festhält. Starte deshalb mit der Herstellerangabe zum Harz und erhöhe nur bei Bedarf. Die richtige Belichtung im Druck erklärt Belichtungszeit.

Wie entsorgst du gebrauchtes IPA und Waschwasser?

Waschflüssigkeit mit gelöstem Harz ist Abfall. Formlabs ordnet flüssiges Harz, auch gelöst in IPA oder teilweise ausgehärtet, und damit verschmutzte Materialien dem vorgeschriebenen Abfall zu. Elegoo weist für wasserwaschbares Harz aus: Wasser mit unausgehärtetem Harz gilt weiterhin als Abfall. Prusa verweist für gebrauchtes IPA auf das Sicherheitsdatenblatt und die örtlichen Vorgaben für Sondermüll. Gieße nichts in den Abfluss.

Frage beim Wertstoffhof nach der Annahme. Sammle Flüssigkeit in einem beschrifteten, verschlossenen Gefäß. Ausgehärtete Modelle dürfen laut Prusa in den Restmüll.

Welche Sicherheitsregeln gelten?

Beim Waschen hast du ungehärtetes Harz an den Händen. Formlabs rät zu Nitril- oder Neoprenhandschuhen, nicht zu Latex. Bei Hautkontakt wäschst du mit Seife und Wasser, nicht mit IPA. Isopropanol ist leicht entzündlich, halte also Zündquellen fern und lüfte. Im Arbeitsbereich isst, trinkst und rauchst du nicht. Hintergrund bietet 3D-Druck und Gesundheit. Wer die Station in einer Werkstatt aufstellt, sieht Optionen unter Gehäuse und Aufstellung.

Wie läuft ein Wash-and-Cure-Durchgang ab?

Der Ablauf besteht aus fünf Schritten. Er gilt für Geräte mit Waschbehälter und UV-Härter gleichermaßen.

  1. Handschuhe anziehen: Nitril oder Neopren, wie Formlabs rät.
  2. Modell abnehmen: Das Modell kommt mit der Bauplatte oder im Korb in den Waschbehälter.
  3. Waschen: Du stellst die Zeit am Timer ein. Die Mercury Plus V3.0 wäscht laut Test bis zu 30 Minuten, Prusa nennt für DPM 5 Minuten.
  4. Trocknen: Das Modell muss laut Smartzone fast trocken sein, bevor du es härtest.
  5. Härten: Das Modell dreht sich unter 405-nm-UV-LEDs, bei Anycubic mit 1–60 Minuten Timer.

Wir nennen diesen Ablauf den Fünf-Schritte-Durchgang. Er hilft dir, nichts zu vergessen, besonders das Trocknen vor dem Härten. Die Erklärung der Technik steht unter Wash and Cure. Viele Fehler entstehen, weil klebrige Modelle zu früh unter das Licht kommen.

Wie viel Platz brauchst du für die Station?

Die Maße der geprüften Geräte liegen laut Hersteller zwischen 225 × 235 × 365 mm (Anycubic, 25 W) und 303 × 303 × 413 mm (Elegoo Mercury Plus V3.0). Das 40-W-Modell von Anycubic misst 290 × 270 × 479 mm. Plane daneben Platz für Handschuhe, Papiertücher und einen Sammelbehälter für Abfall ein. Das Netzteil und die Lüftung brauchen Abstand zur Wand.

Stell die Station nicht in einen Schlafraum. Isopropanol dünstet aus, und Dämpfe von Harz und Alkohol willst du nicht dauerhaft einatmen. Ein Raum mit Fenster oder Abluft ist besser. Wie du den Arbeitsplatz einrichtest, zeigen die Hinweise zu Gehäusen und Aufstellung.

Was kostet der laufende Betrieb?

Die Station selbst ist nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen Alkohol oder Reiniger, Handschuhe, Papiertücher und die Entsorgung. Bei großen Behältern wie dem 5-Liter-Bedarf der Mercury Plus V3.0 summiert sich der Alkohol. Wasserwaschbares Harz spart den Alkohol, nicht aber die Entsorgung des Waschwassers. Eine Übersicht zu laufenden Kosten gibt 3D-Druck-Kosten.

Wie pflegst du die Station?

Wisch Spritzer sofort auf. Prusa rät, verschüttetes Harz direkt mit Papiertüchern und IPA zu entfernen, bevor Tageslicht es aushärtet. Lass die Abdeckung geschlossen, damit kein Licht in den Waschbehälter fällt. Die UV-blockierende Abdeckung der Anycubic Wash & Cure 2.0 mit 99,95 % Abschirmung zeigt, dass Hersteller das Thema ernst nehmen. Entferne Harzreste regelmäßig aus dem Behälter, bevor sie aushärten und die Mechanik blockieren.

Brauchst du überhaupt eine Station?

Nein, nicht zwingend. Ein Waschbehälter mit Bürste und eine UV-Lampe oder die Sonne reichen für gelegentliche Drucke aus. Die Station spart aber Handarbeit, hält das Harz in einem geschlossenen Behälter und härtet gleichmäßig. Für regelmäßiges Drucken lohnt sich der Aufpreis. Welche Drucker dazu passen, zeigt die Übersicht Resin-Drucker.

Für wen sich das nicht lohnt

Eine Waschstation lohnt sich nicht, wenn du nur selten Resin druckst. Dann genügt ein einfacher Behälter mit UV-Lampe. Sie lohnt sich auch nicht, wenn du keinen Platz hast: Die Geräte messen etwa 22 bis 30 cm Kantenlänge und wiegen 3,7 bis 6,5 kg. Wer nur Filament druckt, braucht sie gar nicht, denn FDM-Drucke brauchen kein Waschen. Den Unterschied klärt Resin gegen Filament.

Wasch- und Härtegeräte ersetzen außerdem keine Schutzausrüstung. Auch mit Station brauchst du Handschuhe, Lüftung und eine Entsorgungslösung.

So haben wir verglichen

Wir haben die Geräte nicht selbst getestet. Der Vergleich stützt sich auf Herstellerseiten und den Testbericht von Smartzone. Wir vergleichen Waschvolumen, Härtefläche, Wellenlänge, Timer, Leistung und Gewicht. Wo Daten fehlen, schreiben wir das offen und nennen keine Werte. Die Methodik erklärt So vergleichen wir.

Fazit

Die Elegoo Mercury Plus V3.0 ist die Wahl für große Bauplatten und Komfort. Die Anycubic Wash & Cure 2.0 passt in zwei Größen zu kleinen bis mittleren Druckern. Das Creality UW-03 lohnt sich vor allem im Paket mit einem Creality-Drucker, die Prusa CW1S im Prusa-Umfeld. Entscheidend sind Waschvolumen, Waschmittel und Entsorgung. Kaufe erst, wenn du Maße und Alkoholbedarf kennst, und plane Handschuhe und Lüftung gleich mit ein. Die Boxen oben zeigen aktuelle Angebote. Gleiche dort immer Waschvolumen, Härtefläche und Wellenlänge mit den Daten deines Resin-Druckers ab, bevor du bestellst.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026