Kurz gesagt
Wash & Cure bezeichnet die Nachbearbeitung von Resin-Drucken in zwei Schritten. Beim Waschen entfernst du ungehärtetes Harz, meist mit Isopropanol oder Wasser. Beim Aushärten (Cure) härtet UV-Licht das Teil vollständig durch. Geräte dafür gibt es oft als Kombistation.
Was ist Wash & Cure?
Ein frisch gedrucktes Resin-Teil ist außen noch von flüssigem Harz benetzt und im Kern nicht ganz ausgehärtet. Würdest du es so anfassen oder liegen lassen, bliebe es klebrig, riecht stark und ist empfindlich. Deshalb gehören zwei Schritte nach jedem Druck: erst waschen, dann nachhärten.
Der Name kommt aus dem Englischen: „wash“ für Waschen, „cure“ für Aushärten. Beides lässt sich von Hand erledigen, etwa mit zwei Behältern und einer UV-Lampe, oder mit einer Kombistation, die beides in einem Gerät übernimmt. Mit dem eigentlichen Druck im MSLA-Verfahren hat das nichts zu tun, es ist reine Nachbearbeitung.
Wie läuft Wash & Cure ab?
Der Ablauf ist bei allen Geräten ähnlich, die Einzelheiten richten sich nach dem Harz und den Angaben des Herstellers.
- Waschen: Das Teil kommt in ein Reinigungsbad. Meist ist das Isopropanol, es gibt aber auch wasserwaschbare Harze, die ohne Alkohol auskommen. Eine Bewegung durch Rührer oder Schwenken löst das Harz schneller. Typisch sind einige Minuten.
- Trocknen: Das Teil abtropfen und trocknen lassen, bevor du es aushärtest. Reste von Flüssigkeit können sonst die Oberfläche trüben.
- Aushärten: Unter UV-Licht, meist mit Wellenlängen um 405 nm, wird das Teil vollständig gehärtet. Die Dauer hängt von Harz, Teilegröße und Gerät ab und liegt laut Herstellerangaben meist zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde.
- Stützen entfernen: Viele Anwender tun das nach dem Waschen, bevor das Teil ganz hart wird, weil es sich dann leichter schneiden lässt.
Achte auf Sicherheit. Handschuhe und eine gute Belüftung sind sinnvoll, denn flüssiges Harz und Lösungsmittel gehören nicht auf die Haut oder in die Atemluft. Gebrauchten Alkohol und Harzreste entsorgst du getrennt und nicht im Ausguss, die Regeln dazu findest du bei deiner Kommune und auf dem Sicherheitsdatenblatt des Harzes.
Zu langes Aushärten kann Teile spröde machen oder vergilben lassen. Zu kurzes Aushärten lässt sie klebrig und weich. Folge deshalb den Angaben zum Harz und teste mit einem Probekörper.
In der Praxis
Wer regelmäßig Resin druckt, spart mit einer Kombistation Platz und Zeit. Welche Geräte infrage kommen und worauf du achten solltest, steht in unserer Übersicht zu Waschstationen für Resin-Drucker. Die Redaktion vergleicht dabei Herstellerangaben und Ausstattung.



