Tool · Kosten

Druckkosten-Rechner

Berechne in Sekunden, was ein 3D-Druck an Filament und Strom kostet, pro Druck, Monat und Jahr.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz gesagt

Ein typischer 3D-Druck kostet meist nur wenige Euro. Den größten Anteil hat das Filament: 50 Gramm aus einer Spule für 20 Euro je Kilo kosten 1 Euro. Der Strom für drei Stunden Druckzeit mit einem Bambu Lab A1 liegt beim Durchschnittsstrompreis bei rund 11 Cent.

Dein Druck
Strom
Material1,00 €
Strom0,11 €
Kosten je Druck1,11 €
Pro Monat11,06 €
Pro Jahr132,76 €

Quellen: Strompreis aus der BDEW-Strompreisanalyse, Durchschnitt Haushalte bei 3.500 kWh Jahresverbrauch, Stichtag 1. Oktober 2026. Leistungsaufnahme der Drucker: Bambu Lab Wiki, Messwerte beim PLA-Druck.

So rechnet der Druckkosten-Rechner

Der Rechner zerlegt die Kosten in zwei Teile. Die Materialkosten ergeben sich aus dem Filamentgewicht des Drucks geteilt durch 1.000 und multipliziert mit dem Spulenpreis je Kilogramm. Die Stromkosten ergeben sich aus der Leistungsaufnahme in Watt geteilt durch 1.000, multipliziert mit der Druckdauer in Stunden und dem Strompreis in Euro je Kilowattstunde. Beide Werte zusammen sind die Kosten je Druck. Für Monat und Jahr multipliziert der Rechner mit der Zahl deiner Drucke.

  • Material = Gramm ÷ 1.000 × Euro je Kilogramm
  • Strom = Watt ÷ 1.000 × Stunden × Euro je Kilowattstunde
  • Kosten je Druck = Material + Strom

Beispielrechnung

Ein Halter wiegt laut Slicer 50 Gramm, die PLA-Spule kostet 20 Euro je Kilogramm, der Druck dauert drei Stunden auf einem Bambu Lab A1. Das Material kostet 0,05 × 20 = 1,00 Euro. Für den Strom rechnet der Rechner 0,095 Kilowatt × 3 Stunden × 0,373 Euro = rund 0,11 Euro. Zusammen sind es 1,11 Euro. Bei zehn solchen Drucken im Monat kommst du auf etwa 11 Euro im Monat und rund 133 Euro im Jahr.

Woher stammen die Vorgaben?

Der Strompreis ist mit dem Durchschnitt für Haushalte aus der Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vorbelegt. Er gilt für einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden. Trag am besten den Arbeitspreis aus deinem eigenen Stromvertrag ein. Die Leistungswerte der Drucker stammen aus den Messungen, die Bambu Lab in seinem Hersteller-Wiki für den PLA-Druck veröffentlicht. Andere Geräte oder Materialien mit höherer Betttemperatur, etwa ABS oder ASA, brauchen mehr Strom. Wenn du ein Strommessgerät hast, miss den Durchschnitt über einen ganzen Druck und trag ihn als eigenen Wert ein.

So senkst du die Kosten

  • Infill anpassen: Für Deko reichen oft 10 bis 15 Prozent. Weniger Füllung spart Material und Zeit, siehe Infill.
  • Stützen sparen: Richte das Modell so aus, dass es wenige Stützstrukturen braucht.
  • Fehldrucke vermeiden: Feuchtes Filament ist eine häufige Ursache. Ein Filamenttrockner hält die Spulen trocken.
  • Mehrfarbdruck bewusst einsetzen: Jeder Farbwechsel kostet Material im Spülturm.
  • Spulen vergleichen: Der Preis je Kilogramm schwankt deutlich zwischen Marken und Sorten, siehe unseren PLA-Vergleich.

Was der Rechner nicht abdeckt

Nicht enthalten sind der Kaufpreis des Druckers, Verschleißteile wie Düsen und Druckplatten, Fehldrucke und deine Arbeitszeit. Wer Drucke verkaufen will, sollte diese Posten zusätzlich kalkulieren. Für den Hausgebrauch zeigt der Rechner aber gut, dass der laufende Betrieb eines 3D-Druckers meist günstig ist und das Material den größten Anteil ausmacht.

3D-Drucker-Ratgeber Icon

Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026