Kurz gesagt
Für die meisten Drucke ist PLA das passende Filament: Es lässt sich leicht verarbeiten und braucht kein Gehäuse. PETG nimmst du für belastete Teile und Feuchtigkeit, TPU für flexible Teile. ASA hält Sonne und Hitze aus, braucht aber einen geschlossenen Drucker und gute Belüftung.
Filament ist der Kunststoffdraht, aus dem ein FDM-Drucker dein Modell Schicht für Schicht aufbaut. Fast alle aktuellen Drucker verarbeiten Filament mit 1,75 Millimetern Durchmesser, meist auf Spulen mit einem Kilogramm. Die Wahl des Materials entscheidet, wie fest, hitzebeständig oder flexibel dein Teil wird und wie leicht der Druck gelingt.
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| Material | Typisch für | Schwierigkeit | Gehäuse nötig |
|---|---|---|---|
| PLA | Figuren, Deko, Prototypen | sehr leicht | nein |
| PETG | Halter, Gehäuse, Teile mit Belastung | leicht | nein |
| TPU | Hüllen, Dichtungen, Puffer | mittel | nein |
| ASA | Teile für draußen und für Wärme | anspruchsvoll | ja |
| ABS | schlagzähe Teile für drinnen | anspruchsvoll | ja |
| PA-CF | hochfeste technische Teile | für Fortgeschrittene | ja |
Richtwerte, maßgeblich sind die Angaben auf der Spule.
PLA: der Standard für fast alles
PLA druckt bei niedrigen Temperaturen, verzieht sich kaum und riecht wenig. Damit ist es das Material für den Einstieg und für die meisten Alltagsdrucke. Seine Schwäche ist die Wärme: Ab etwa 55 bis 60 °C wird PLA weich, ein Halter im Auto kann sich im Sommer verformen. Welche Spulen sich lohnen, zeigt unser PLA-Vergleich.

SUNLU PLA+ Filament
Solides Alltags-PLA für die meisten Drucke.
- 1,75 mm, 1-kg-Spule
- PLA+ mit höherer Zähigkeit laut Hersteller
- Passt in die meisten FDM-Drucker
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PETG: zäher und wärmebeständiger
PETG ist zäher als PLA, hält mehr Wärme aus und verträgt Feuchtigkeit. Dafür zieht es leichter Fäden und haftet auf manchen Druckplatten so stark, dass ein Trennmittel sinnvoll ist. Für Halterungen, Gehäuse und Teile mit Belastung ist PETG oft die bessere Wahl. Mehr dazu im PETG-Vergleich.

SUNLU PETG Filament
PETG für mechanisch belastete Teile und den Einsatz draußen.
- 1,75 mm, 1-kg-Spule
- Hohe Festigkeit und Zähigkeit laut Hersteller
- Für die meisten FDM-Drucker
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TPU, ASA, ABS und technische Filamente
TPU ist gummiartig flexibel und eignet sich für Hüllen, Dichtungen und Puffer. Es druckt am besten langsam und mit einem Direct-Drive-Extruder. ASA und ABS halten deutlich mehr Wärme aus, ASA zusätzlich Sonne und Regen. Beide brauchen einen geschlossenen Drucker und einen gut belüfteten Raum. Technische Filamente wie Nylon mit Carbonfasern (PA-CF) sind sehr steif und fest, verlangen aber eine gehärtete Düse und durchgehend trockenes Material.
Warum trockenes Filament so wichtig ist
Viele Kunststoffe nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Fachleute sprechen von Hygroskopie. Feuchtes Filament knistert in der Düse, zieht Fäden und wird spröde. PETG, TPU und Nylon reagieren besonders stark, PLA weniger. Lagere offene Spulen in luftdichten Boxen mit Trockenmittel. Ist eine Spule bereits feucht, hilft ein Filamenttrockner.

SUNLU Filamenttrockner S2
Trocknet feuchtes Filament, das Fäden zieht oder knistert.
- Bis 70 °C laut Hersteller
- 360°-Rundumheizung
- Drucken direkt aus der Box
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Worauf du beim Filamentkauf achtest
- Durchmesser: Fast alle Drucker nutzen 1,75 Millimeter. Prüfe das vor dem Kauf im Handbuch.
- Toleranz: Gute Hersteller geben eine Abweichung von etwa ±0,02 bis ±0,03 Millimeter an. Engere Toleranzen sorgen für einen gleichmäßigeren Materialfluss.
- Spule: Pappspulen sparen Plastikmüll, können in manchen Mehrfarbsystemen aber Abrieb erzeugen. Hersteller empfehlen dafür oft Adapterringe oder wiederverwendbare Spulen.
- Verpackung: Vakuumverpackung mit Trockenmittel ist Standard und ein gutes Zeichen.
- Farbe und Oberfläche: Matt, Silk und Varianten mit Holz- oder Metallanteil drucken sich leicht anders. Halte dich an die Temperaturangaben auf der Spule.
Welches Material zu deinem Projekt passt, zeigt dir unser Filament-Finder. Was ein Druck kostet, rechnest du mit dem Druckkosten-Rechner aus.
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