Kurz gesagt
Der Bambu Lab A1 ist ein offener Bettschubser mit 256 × 256 × 256 mm Bauraum, der laut Hersteller bis 500 mm/s erreicht und sich vor jedem Druck selbst kalibriert. Er eignet sich für Einsteiger, die PLA und PETG drucken oder mit dem AMS lite bis zu vier Farben nutzen wollen. Für ABS und ASA fehlt ihm ein Gehäuse.
Der Bambu Lab A1 ist ein offener Bettschubser mit 256 × 256 × 256 mm Bauraum und gehört zu den meistgesuchten Einsteiger-Druckern. Hier findest du das Datenblatt, die Stärken und Schwächen und eine Einordnung, für wen er sich eignet. Die Werte stammen vom Hersteller und von Fachmedien; wir haben das Gerät nicht selbst getestet.

Bambu Lab A1
Offener Allrounder mit großem Bauraum, für Einsteiger wie Fortgeschrittene.
- Bauraum 256 × 256 × 256 mm laut Hersteller
- Automatische Kalibrierung
- Mehrfarbig mit AMS lite nachrüstbar
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Bambu Lab A1 druckt laut Hersteller bis 500 mm/s bei 10.000 mm/s² Beschleunigung.
- Der Bauraum beträgt 256 × 256 × 256 mm und ist damit gleich groß wie beim Bambu Lab P1S.
- Der Drucker hat kein Gehäuse. ABS und ASA sind deshalb keine gute Wahl.
- Mehrfarbdruck gelingt mit dem optionalen AMS lite für bis zu vier Farben.
- Kalibrierung, Bettnivellierung und Filamentwechsel laufen automatisch.
- Für kleinere Teile und weniger Geld gibt es den A1 mini.
Was ist der Bambu Lab A1?
Der Bambu Lab A1 ist ein FDM-Drucker in kartesischer Bauweise, auch Bettschubser genannt. Das Druckbett fährt bei jeder Schicht vor und zurück, der Druckkopf bewegt sich in X- und Z-Richtung. Das begrenzt das Tempo bei großen, schweren Teilen. Der Drucker richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene, die ohne Gehäuse auskommen. Wie er sich in die Marke einordnet, erfährst du auf der Seite Bambu Lab.
Tom’s Hardware beschreibt ihn als schnellsten kartesischen Drucker, den die Redaktion bislang getestet hat. Die Redaktion vergibt das Siegel Editor’s Choice. PC-Welt vergibt ebenfalls ein Editors‘-Choice-Siegel und lobt Bedienung und Druckqualität.
Welche technischen Daten hat der Bambu Lab A1?
Der A1 hat laut Hersteller einen Bauraum von 256 × 256 × 256 mm, eine Düsentemperatur bis 300 °C und eine Betttemperatur bis 100 °C. Die Tabelle fasst die belegten Werte zusammen.
| Merkmal | Bambu Lab A1 |
|---|---|
| Bauraum | 256 × 256 × 256 mm |
| Bauart | Kartesisch (Bettschubser), offener Rahmen |
| Geschwindigkeit laut Hersteller | bis 500 mm/s |
| Beschleunigung laut Hersteller | bis 10.000 mm/s² |
| Max. Fluss laut Hersteller | 28 mm³/s |
| Düse / Hotend | 0,4 mm Edelstahl, Schnellwechsel, Direct Drive, bis 300 °C |
| Druckbett | Flexible Platte mit PEI-Beschichtung, bis 100 °C |
| Kalibrierung | Automatisch (Z-Offset, Bettnivellierung, Resonanz, Pressure Advance) |
| Mehrfarb-Option | AMS lite, bis zu vier Farben |
| Gehäuse | Nein |
| Anschlüsse | WLAN, Bambu-Bus, Micro-SD |
| Display | Farb-Touchscreen, 3,5 Zoll |
| Gewicht / Maße | 8,3 kg / 465 × 410 × 430 mm |
Angaben laut Hersteller und Händlerdatenblatt; Display laut All3DP.
Wichtig für die Praxis: Die 500 mm/s sind ein Maximalwert. Tom’s Hardware nennt typische Standardgeschwindigkeiten im Slicer von 200 bis 300 mm/s. Die Beschleunigung liegt bei der Hälfte der CoreXY-Modelle von Bambu Lab. Im normalen Betrieb fällt das laut Tom’s Hardware kaum auf.
Wie gut sind Ökosystem und Software?
Bambu Lab liefert den Slicer Bambu Studio mit, dazu eine App für Smartphone und die Verbindung per WLAN. Der A1 hat laut PC-Welt eine 1080p-Kamera und einen Filamentschneider im Druckkopf. Die Bedienung gilt in beiden Tests als einfach: Das Gerät führt dich durch die Einrichtung und kalibriert sich vor jedem Druck selbst.
Bambu Lab beschreibt auf der Produktseite, dass der Drucker vor jedem Job den Z-Offset mit der Düse misst, die Resonanz auf beiden Achsen prüft und den Pressure-Advance-Wert automatisch bestimmt. Ein Papierblatt brauchst du nicht. Einen Überblick über Slicer findest du im Ratgeber zur Slicer-Software.
PC-Welt vermisst eine KI-basierte Fehlererkennung: Fehlerhafte Drucke laufen weiter, bis du eingreifst. Die Sensoren im Druckkopf erkennen Verwicklungen am Filament dagegen zuverlässig. Einzelne Filamente von Drittanbietern passen laut PC-Welt nicht auf die Spulenhalter.
Wie funktioniert der Mehrfarbdruck mit dem AMS lite?
Der Mehrfarbdruck läuft über das AMS lite, das bis zu vier Spulen aufnimmt. Jede Spule hat einen eigenen Motor und einen eigenen Schlauch. Das macht Verstopfungen leichter lösbar als beim größeren AMS, so Tom’s Hardware. Die Combo-Variante des A1 enthält das AMS lite bereits.

Bambu Lab AMS lite
Macht A1 und A1 mini zum Mehrfarbdrucker.
- Für die A1-Serie
- Automatischer Filamentwechsel
- Mehrfarb- und Multi-Material-Druck
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Der Mehrfarbdruck hat Nachteile. Das AMS lite braucht viel Platz auf dem Schreibtisch. Beim Farbwechsel entsteht Abfall, und der Drucker schleudert ausgespültes Filament seitlich weg. Tom’s Hardware empfiehlt einen Behälter daneben. Auch die Zeit steigt: Im Test dauerte ein einfarbiger Druck etwa 2 Stunden 40 Minuten, derselbe Druck in drei Farben rund 6 Stunden 46 Minuten. TPU verarbeitet das AMS lite nicht.
Mehr zu Systemen für mehrere Farben liest du in unserer Übersicht Multicolor-Systeme und in der Bestenliste der Mehrfarb-Drucker.
Welche Materialien druckt der Bambu Lab A1?
Der A1 druckt PLA und PETG ohne Probleme. Tom’s Hardware berichtet von sauberen Ergebnissen mit PETG ohne Fadenbildung. Bei TPU gelang eine Vase insgesamt gut, die Überhänge im unteren Bereich waren jedoch schwach. Die Düse besteht aus Edelstahl; abrasive Filamente wie carbonfaserverstärkte Sorten verschleißen sie schnell.
ABS und ASA sind laut PC-Welt ungeeignet, weil das Gerät kein Gehäuse hat. Diese Materialien verziehen sich ohne warme, geschlossene Kammer leicht. Wer sie drucken will, sollte zu einem geschlossenen Modell wie dem Bambu Lab P1S greifen. Eine Nachrüstlösung findest du unter Gehäuse für 3D-Drucker. Einsteigern empfehlen wir PLA.
Wie laut ist der Bambu Lab A1 und wo steht er am besten?
Laut Hersteller lässt sich die Lautstärke mit dem Silent-Modus und der aktiven Motorgeräuschdämpfung unter 48 dB senken. Tom’s Hardware stuft den A1 als leiser ein als aktuelle Klipper-Drucker mit zusätzlichen Lüftern und hält einen Platz neben dem Schreibtisch für unproblematisch. PC-Welt urteilt strenger: Bei voller Leistung seien die Lüfter deutlich hörbar, und neben dem Gerät zu arbeiten oder zu schlafen sei unangenehm.
Tipp: Stelle den Drucker auf eine stabile, ebene Fläche mit Platz nach vorn und hinten. Das Bett fährt über die volle Tiefe, dazu kommen etwa AMS lite und ein Auffangbehälter. Allein der Drucker misst 465 × 410 × 430 mm.
Was kostet der Betrieb und welche Ersatzteile gibt es?
Die Folgekosten bestehen vor allem aus Filament. Beim Mehrfarbdruck kommt der Abfall durch Spülen hinzu; Tom’s Hardware schreibt, dass sich der Verbrauch durch Einstellungen senken, aber nicht auf null bringen lässt. Düsen lassen sich ohne Werkzeug wechseln. Das Hotend ist ein Schnellwechselsystem, wie Tom’s Hardware betont. Auch die flexible PEI-Platte ist ein Verschleißteil. Eine typische Grundausstattung findest du im Überblick Werkzeug-Set. Eine Rechnung für deine Teile liefert der Druckkosten-Rechner.
Ein Hinweis zum Aufbau: Tom’s Hardware merkt an, dass der A1 im Gegensatz zu anderen Bambu-Modellen zusammengebaut werden muss. Der Aufwand ist laut Test gering.
Was sagen Testberichte zum Bambu Lab A1?
Die Tests fallen überwiegend positiv aus. Die folgenden Punkte geben wir sinngemäß wieder.
- Tom’s Hardware: Zuverlässig, leise und schnell zu einem guten Preis. Als Schwächen nennt die Redaktion den Platzbedarf des AMS lite, das herumfliegende Spülmaterial und den Filamentverbrauch beim Farbwechsel.
- PC-Welt: Sehr guter Drucker mit hoher Qualität bei sauberen Kanten und gut gelösten Überhängen. Es fehlen eine KI-Fehlererkennung und ein Gehäuse für ABS und ASA.
- Bambu Lab (Hersteller): Betont die automatische Kalibrierung vor jedem Druck inklusive Resonanz und Pressure Advance.
Beide Medien sehen den A1 als vollwertigen Bettschubser, der in puncto Tempo und Bedienung weit vorn liegt. Als Wertung nennen sie jeweils kein Punktesystem, sondern ein Siegel.
Für wen ist der Bambu Lab A1 gedacht und für wen nicht?
Der A1 passt, wenn du einen schnellen Einstieg in den 3D-Druck mit PLA, PETG und optional mehreren Farben willst. Der Bauraum von 256 mm reicht für die meisten Alltagsteile. Die Bettplatte erreicht bis 100 °C. Mehr Auswahl für Einsteiger zeigt die Bestenliste für Anfänger.
Er passt weniger, wenn du ABS, ASA oder andere technische Materialien drucken möchtest. Auch wenn du den Drucker neben dem Schlafplatz aufstellen willst, ist ein geschlossenes Gerät besser. Und wer Kinder im Haushalt hat, sollte beachten, dass Düse und Bett offen zugänglich sind und heiß werden. Beim Betrieb gehört Aufsicht dazu.
Direkt abwägen kannst du den A1 gegen den kleinen Bruder im Vergleich A1 gegen A1 mini und gegen das geschlossene Modell im Vergleich A1 gegen P1S.
Welche Alternativen gibt es zum Bambu Lab A1?
Die naheliegendste Alternative ist der kleinere Bambu Lab A1 mini. Er hat 180 × 180 × 180 mm Bauraum, ein Bett bis 80 °C und wiegt 5,5 kg. Dafür ist er günstiger und braucht weniger Platz. Mehr dazu steht im Bericht zum A1 mini.

Bambu Lab A1 mini
Kompakter Einstieg, der schnell aufgebaut ist und kaum Einstellarbeit braucht.
- Aufbau laut Hersteller in rund 20 Minuten
- Wenig Platzbedarf auf dem Schreibtisch
- Großes Ökosystem an Vorlagen
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Eine zweite Option ist der Anycubic Kobra X. Laut 3DJake bietet er 260 × 260 × 260 mm Bauraum, 600 mm/s Höchstgeschwindigkeit (empfohlen sind 300 mm/s) und das Mehrfarbsystem ACE Gen 2 mit vier Farben, erweiterbar auf 19. Auch er ist offen. Das ACE Pro der ersten Generation passt laut 3DJake nicht. Wie sich beide schlagen, zeigt der Vergleich Kobra X gegen A1.

Anycubic Kobra X
Mehrfarbdrucker für Einsteiger mit Vierfarb-System.
- 4-Farbdruck laut Hersteller
- Automatische Nivellierung
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Fazit
Der Bambu Lab A1 ist ein schneller, einfach zu bedienender Einsteigerdrucker mit großem Bauraum. Seine Stärken sind die automatische Kalibrierung und der günstige Mehrfarb-Einstieg. Seine Schwächen sind das fehlende Gehäuse, der Platzbedarf des AMS lite und der Abfall beim Farbwechsel. Wer vor allem PLA und PETG druckt, trifft mit dem A1 eine sichere Wahl. Eine Übersicht aller Modelle liefert die Seite zur Marke Bambu Lab.
Quellen
- Bambu Lab: A1 Produktseite (Kalibrierung)
- 3DJake: Bambu Lab A1 Datenblatt
- Tom’s Hardware: Bambu Lab A1 Review
- PC-Welt: Bambu Lab A1 im Test
- All3DP: Bambu Lab A1 vs A1 Mini
- 3DJake: Anycubic Kobra X Datenblatt
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