A1 vs. P1S

Bambu Lab A1 vs. P1S: Welcher Drucker passt?

Gleicher Bauraum, andere Bauart: Der A1 ist offen und leicht, der P1S geschlossen und vielseitiger bei Materialien.

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Offen, leicht, für PLA/PETGBambu Lab A1Bambu Lab A1Bettschubser, 8,3 kg, AMS lite als Mehrfarb-OptionAktuellen Preis prüfen*Anzeige
Geschlossen, mehr MaterialienBambu Lab P1S ComboBambu Lab P1S ComboCoreXY mit Gehäuse, Filter, AMS bis 16 FarbenZum Angebot bei Amazon*Anzeige

Kurz gesagt

Wer hauptsächlich PLA, PETG und TPU druckt, nimmt den Bambu Lab A1. Wer ABS, ASA oder PET drucken will oder Gehäuse und Filter braucht, nimmt den P1S. Bauraum (256 × 256 × 256 mm) und Höchstgeschwindigkeit (500 mm/s) sind laut Hersteller gleich.

Beide Drucker stammen von Bambu Lab, beide bieten laut Hersteller denselben Bauraum von 256 × 256 × 256 mm. Der Unterschied liegt in der Bauart: Der A1 ist ein offener Bettschubser, der P1S ein geschlossener CoreXY-Drucker. Daraus folgt fast alles andere, von den Materialien bis zur Lautstärke im Wohnzimmer.

Wir haben die Geräte nicht selbst getestet. Die Werte unten stammen von Bambu Lab und aus Fachvergleichen, die wir am Ende verlinken.

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A1 und P1S im direkten Vergleich

Merkmal Bambu Lab A1 Bambu Lab P1S
Bauraum 256 × 256 × 256 mm 256 × 256 × 256 mm
Bauart Bettschubser, offener Rahmen CoreXY, geschlossenes Gehäuse
Toolhead-Geschwindigkeit (max.) 500 mm/s 500 mm/s
Beschleunigung (max.) 10.000 mm/s² 20.000 mm/s²
Hotend (max.) 300 °C 300 °C
Heizbett (max.) 100 °C 100 °C
Gewicht (netto) 8,3 kg 12,95 kg
Luftfilter nicht vorgesehen Aktivkohlefilter
Kammer-Kamera laut Fachvergleich vorhanden, niedrige Bildrate 1280 × 720 bei 0,5 Bildern/s, Timelapse
Mehrfarbdruck AMS lite AMS, bis zu 16 Farben
Ideal für PLA, PETG, TPU, PVA zusätzlich ABS, ASA, PET; PA bedingt

Angaben laut Hersteller und Fachvergleich.

Welcher Drucker kommt mit mehr Materialien klar?

Der P1S gewinnt dieses Duell klar. Bambu Lab stuft PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PVA und PET beim P1S als ideal ein. PA und PC gelten als „verarbeitbar“. Beim A1 sind PLA, PETG, TPU und PVA ideal. ABS, ASA, PC und PA empfiehlt der Hersteller dort nicht.

Der Grund ist das Gehäuse. ABS und ASA ziehen sich beim Abkühlen zusammen und verziehen sich bei Zugluft. Ein geschlossener Bauraum hält die Wärme im Druckraum. Mehr zu den Materialien findest du bei ABS und ASA im Überblick.

Carbon- oder glasfaserverstärkte Filamente empfiehlt Bambu Lab für keinen der beiden Drucker. Sie brauchen eine gehärtete Düse.

Tipp: Wer nur PLA und PETG druckt, nutzt das Gehäuse des P1S kaum aus. Dann lohnt sich der Aufpreis nur, wenn dir die anderen Punkte wichtig sind.

Wer druckt schneller, A1 oder P1S?

Auf dem Datenblatt liegt der P1S vorn, im Alltag ist der Abstand schwer zu beziffern. Beide Geräte geben 500 mm/s als Toolhead-Maximum an. Der P1S erreicht aber eine doppelt so hohe Beschleunigung: 20.000 statt 10.000 mm/s². In einem Test mit ABS bei 280 °C nennt ein Fachvergleich für den A1 28 mm³/s Fördermenge, für den P1S 32 mm³/s.

Diese Werte sind Obergrenzen unter Testbedingungen. Reale Druckzeiten hängen von Modell, Schichthöhe und Filament ab. Bambu Lab nennt für den P1S eine Benchy-Druckzeit von etwa 18 Minuten. Eine vergleichbare Herstellerangabe für den A1 haben wir nicht gefunden.

Punktsieger: P1S, knapp. Was ein Bettschubser ist und warum er bei hoher Beschleunigung mehr Masse bewegen muss, erklärt unser Glossar.

Wo steht der Drucker besser, im Wohnzimmer oder in der Werkstatt?

Hier liegt der P1S vorne, mit einer Einschränkung. Das geschlossene Gehäuse schirmt bewegte und heiße Teile ab und mildert Zugluft. Der Aktivkohlefilter des P1S ist ein Zusatz, den der A1 nicht hat. Er ersetzt aber keine Lüftung, wenn du ABS oder ASA druckst. Hinweise zu Emissionen findest du im Ratgeber 3D-Druck und Gesundheit.

Der A1 hat dafür den kleineren Fußabdruck und wiegt mit 8,3 kg deutlich weniger als der P1S mit 12,95 kg. Das ist ein Vorteil, wenn du ihn regelmäßig umstellen musst. Die Maße des A1 betragen 465 × 410 × 430 mm, wobei der Bettschubser beim Druck nach vorn und hinten fährt und Platz braucht.

Verlässliche Lautstärkewerte nennt Bambu Lab für beide Geräte nicht, wir geben deshalb keine an. Wenn du in einer Wohnung druckst, gilt ohnehin: Stell den Drucker nicht auf einen Schreibtisch, an dem du arbeitest, und nutze den Silent-Modus.

Punktsieger: P1S für Familie und Wohnung. Für Haushalte mit Kindern bleibt der Drucker auch dann ein heißes Gerät, das Aufsicht braucht.

Welches System ist besser für Mehrfarbdruck?

Der P1S ist hier die sicherere Wahl. Er arbeitet mit dem AMS und kann bis zu 16 Farben ansteuern. Der A1 nutzt das kleinere AMS lite. Die beiden Systeme sind nicht austauschbar: Das AMS lite ist für den A1 gebaut, das AMS für die P1-Serie.

Mehrfarbdruck erzeugt Abfall, weil bei jedem Farbwechsel Filament ausgespült wird. Das gilt für beide Geräte. Einen Überblick über Systeme und Kompatibilität findest du unter Multicolor-Systeme und in der Bestenliste Mehrfarbige 3D-Drucker.

Punktsieger: P1S, wenn du viele Farben oder Material-Mixe planst. Für zwei bis vier Farben mit PLA reicht der A1 mit AMS lite.

Welcher Drucker ist einfacher zu warten und zu bedienen?

Den Punkt holt der A1. Ein Fachvergleich beschreibt ihn als offene, einfachere Maschine. Du kommst von allen Seiten an Düse, Bett und Filament. Das hilft beim Entfernen von Drucken und beim Düsenwechsel.

Der P1S ist durch die Haube und die geschlossene Bauweise weniger zugänglich. Dafür bleibt der Druckraum sauberer und die Temperatur stabiler. Beide Drucker nutzen die Software Bambu Studio. Mehr zur Wahl des Programms steht im Ratgeber Slicer-Software.

Punktsieger: A1 für Zugänglichkeit, P1S für einen ruhigen, abgeschirmten Druckraum.

Was bedeutet der Gewichtsunterschied für die Praxis?

Der A1 wiegt netto 8,3 kg, der P1S 12,95 kg. Der Unterschied von rund 4,6 kg entsteht vor allem durch Rahmen und Gehäuse des P1S. Ein schwererer, geschlossener Rahmen schwingt in der Regel weniger leicht nach als ein offener, das ist aber kein Messwert von uns, sondern eine bekannte Eigenschaft der Bauart. Konkrete Qualitätsunterschiede im Druckbild können wir ohne eigene Tests nicht beziffern.

Wichtiger für die Wahl ist der Stellplatz. Der A1 passt leichter auf ein Regal oder einen Rollwagen. Der P1S braucht einen stabilen Tisch und etwas Luft nach oben, weil du die Haube öffnen musst. Miss deinen Platz vor dem Kauf.

Was liegt in den Paketen, und was kostet Folgezubehör?

Beide Drucker gibt es als einzelnes Gerät und als Combo mit Mehrfarbsystem. Den Preis lassen wir bewusst offen, weil er schwankt. Achte beim Vergleich darauf, ob das AMS beziehungsweise AMS lite im Paket enthalten ist. Ein nachträglich gekauftes Mehrfarbsystem ändert die Rechnung deutlich.

Für beide Geräte brauchst du Verbrauchsmaterial: Filament, gelegentlich neue Düsen und Druckplatten. Beim A1 bietet Bambu Lab Düsen mit 0,2, 0,4, 0,6 und 0,8 mm an. Das Filament selbst findest du in unseren Listen zu PLA und PETG. Wenn du TPU drucken willst, beachte das Kapitel TPU-Filament: Beide Drucker stuft Bambu Lab für TPU als ideal ein.

Wann lohnt sich ein Wechsel auf ein größeres Modell?

Wenn dir 256 mm Kantenlänge nicht reichen, helfen beide Geräte nicht weiter, denn der Bauraum ist identisch. Dann sind große 3D-Drucker die richtige Seite. Wenn du eher die Einsteigerklasse suchst, findest du Alternativen in der Liste 3D-Drucker für Anfänger.

Urteil je Nutzertyp

  • Einsteiger mit PLA und PETG: A1. Du bekommst den vollen Bauraum und die Bambu-Software, ohne für ein Gehäuse zu zahlen, das du nicht brauchst.
  • Du willst ABS, ASA oder PET drucken: P1S. Nur dort sind diese Materialien laut Bambu Lab ideal.
  • Familie oder Wohnung: P1S, wegen Gehäuse und Filter. Aufsicht bleibt Pflicht.
  • Viele Farben: P1S mit AMS.
  • Wenig Platz, häufiges Umstellen: A1.
  • Technische Teile mit PA: P1S, wobei PA nur als „verarbeitbar“ gilt.

Mehr Details zu den einzelnen Geräten findest du in den Berichten zum Bambu Lab A1 und zum Bambu Lab P1S. Wenn dir der A1 zu groß ist, schau in den Vergleich A1 gegen A1 mini. Der Nachfolger des P1S ist im Vergleich P1S gegen P2S eingeordnet. Einen Überblick über die Marke gibt die Seite Bambu Lab.

Gehäuse für den A1 nachrüsten?

Ein Zusatzgehäuse macht den A1 nicht zum P1S. Bambu Lab empfiehlt den A1 weiterhin nicht für ABS und ASA, auch mit Haube. Wenn du den A1 trotzdem einhausen willst, etwa gegen Staub oder Lärm, schau auf die Größe und die Brandschutzhinweise des Herstellers. Eine Übersicht bietet Gehäuse für 3D-Drucker.

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Fazit

Wenn du Filamente jenseits von PLA, PETG und TPU drucken willst, nimmst du den P1S. Wenn du hauptsächlich diese drei Materialien nutzt und einen offenen, leichten Drucker willst, nimmst du den A1. Die Bauräume sind gleich, die Höchstgeschwindigkeit ebenfalls. Du entscheidest also über Gehäuse, Materialien und Mehrfarbsystem.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026