Glossar · Software

Slicer

Das Programm zwischen 3D-Modell und Drucker: Was ein Slicer macht und welche Einstellungen zählen.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz gesagt

Slicer ist die Software, die ein 3D-Modell in einzelne Schichten zerlegt und daraus den G-Code für den Drucker erzeugt. Sie legt fest, wie Düse und Material sich bewegen, und bestimmt Werte wie Schichthöhe, Füllung, Temperatur und Geschwindigkeit.

Was ist ein Slicer?

Ein 3D-Drucker versteht keine Modelle, er versteht Bewegungsbefehle. Der Slicer übersetzt dazwischen. Du lädst ein Modell, zum Beispiel eine STL-Datei, und das Programm „schneidet“ es in dünne waagerechte Scheiben. Daher kommt der Name, vom englischen „to slice“.

Aus den Scheiben berechnet der Slicer, welchen Weg die Düse in jeder Schicht fährt und wie viel Material dabei herauskommt. Das Ergebnis speichert er als G-Code. Der Slicer ist also kein Teil des Druckers, sondern ein Programm auf deinem Rechner. Manche Hersteller liefern eine eigene Variante mit, andere Programme sind frei verfügbar und für viele Druckermodelle nutzbar.

Welche Einstellungen sind im Slicer wichtig?

Die Oberfläche wirkt anfangs groß, aber für den Start reichen wenige Werte. Meist bringt jeder Slicer fertige Profile für gängige Drucker und Filamente mit.

  • Die Schichthöhe entscheidet über Detail und Druckdauer.
  • Das Infill bestimmt, wie dicht das Innere gefüllt wird.
  • Stützstrukturen sichern Überhänge ab.
  • Druck- und Betttemperatur richten sich nach dem Filament, die Herstellerangaben auf der Spule helfen dabei.
  • Haftungshilfen wie Brim oder Raft unterstützen die erste Schicht.

Praktisch ist die Vorschau: Du siehst Schicht für Schicht, wo gedruckt wird, wo Stützen entstehen und wie lange der Druck dauert. Probleme wie Überhänge ohne Stütze erkennst du so oft schon vor dem Start. Ändere am besten immer nur eine Einstellung auf einmal, dann siehst du, was sie bewirkt.

Viele Slicer unterscheiden einen einfachen und einen erweiterten Modus. Im einfachen Modus siehst du nur die wichtigsten Regler, im erweiterten Modus kommen Details wie Linienbreite, Kühlung oder Druckreihenfolge dazu. Für den Anfang genügt die einfache Ansicht. Mit wachsender Erfahrung kannst du Schritt für Schritt tiefer einsteigen und eigene Profile für unterschiedliche Materialien anlegen.

Auch die Ausrichtung des Modells legst du im Slicer fest. Sie beeinflusst Festigkeit, Oberfläche und den Bedarf an Stützen. Teile, die auf Zug belastet werden, sind in Schichtrichtung meist schwächer als quer dazu.

In der Praxis

Starte mit dem Profil, das zu deinem Drucker und deinem Filament passt, und verändere nur wenige Werte. Welche Programme es gibt und worin sie sich unterscheiden, erfährst du in unserem Überblick zu Slicer-Software. Schon kleine Anpassungen, etwa bei Geschwindigkeit oder Kühlung, können das Druckergebnis merklich verändern. Speichere gute Einstellungen als eigenes Profil, damit du sie beim nächsten Druck wiederverwenden kannst.

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026