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Schichthöhe

Detail oder Tempo: So wählst du die Schichthöhe passend zu Düse und Modell.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz gesagt

Schichthöhe ist die Dicke einer einzelnen Materialschicht, die der 3D-Drucker aufträgt, angegeben in Millimetern. Kleine Werte ergeben feinere Oberflächen und mehr Detail, brauchen aber deutlich länger. Größere Werte drucken schneller, lassen die einzelnen Schichten aber sichtbarer werden.

Was ist die Schichthöhe?

Ein FDM-Drucker baut ein Objekt Schicht für Schicht auf. Die Schichthöhe gibt an, wie weit sich die Düse nach jeder Schicht nach oben bewegt. Sie wird im Slicer eingestellt und ist einer der wichtigsten Werte überhaupt. Man nennt sie manchmal auch Layerhöhe, nach dem englischen „layer height“.

Sie ist nicht dasselbe wie die Auflösung in X- und Y-Richtung. Diese hängt vor allem vom Düsendurchmesser ab. Die Schichthöhe betrifft nur die vertikale Richtung, also wie fein Rundungen und Schrägen aufgebaut werden. Eine geringe Höhe lässt Treppenstufen an schrägen Flächen weniger auffallen.

Welche Schichthöhe ist sinnvoll?

Als Faustregel gilt, dass die Schichthöhe meist zwischen etwa einem Viertel und drei Vierteln des Düsendurchmessers liegt. Bei der üblichen 0,4-mm-Düse sind das typisch 0,1 bis 0,3 mm. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte.

Schichthöhe Eignung Druckdauer
0,1 mm Feine Details, Figuren, glatte Rundungen Lang
0,2 mm Guter Kompromiss für die meisten Teile Mittel
0,3 mm Schnelle Prototypen, große Bauteile Kurz

Halbierst du die Schichthöhe, brauchst du ungefähr doppelt so viele Schichten und damit grob doppelt so lange. Das ist eine Daumenregel, die genaue Zeit hängt von Geschwindigkeit und Modell ab. Zwei Punkte solltest du beachten:

  • Sehr dünne Schichten verlangen einen sauber eingestellten Drucker und eine gute erste Schicht.
  • Dicke Schichten sind stabil und schnell, zeigen aber eine deutlich sichtbare Riffelung.

Viele Slicer erlauben eine variable Schichthöhe. Dann druckt er glatte Bereiche mit großen Schritten und Rundungen fein. Die erste Schicht wird dabei oft etwas dicker gewählt, damit sie besser haftet.

Bedenke außerdem, dass die Schichthöhe nicht beliebig kleiner werden kann. Sehr dünne Schichten erfordern eine präzise Z-Achse und gleichmäßige Materialförderung, sonst entstehen eher Fehler als bessere Oberflächen. Bei groben Modellen, etwa Halterungen oder Gehäusen, sieht man den Unterschied zwischen 0,15 und 0,2 mm kaum, die Druckzeit aber deutlich.

In der Praxis

Starte mit 0,2 mm und gehe nur dann auf feinere Werte, wenn das Teil es wirklich braucht. Für funktionale Teile und Prototypen sparst du mit größeren Schichten viel Zeit. Wie sich die Dauer auf deine Kosten auswirkt, kannst du mit dem Druckkosten-Rechner abschätzen. Auch die Wahl der Düse bestimmt, welche Schichthöhen für dich möglich sind.

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026