Glossar · Druckeinstellungen

Brim

Ein dünner Rand für mehr Halt: Wann ein Brim hilft und wie breit er sein sollte.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz gesagt

Brim ist ein dünner, flacher Rand, den der Drucker in der ersten Schicht direkt an das Modell anschließt. Er vergrößert die Haftfläche am Druckbett und verhindert, dass sich Ecken abheben. Nach dem Druck wird der Rand abgezogen oder abgeschnitten.

Was ist ein Brim?

Das englische Wort „brim“ heißt Krempe oder Rand, und genau so sieht die Hilfe aus: Rund um den Fuß des Modells druckt der Drucker mehrere eng anliegende Linien, die mit dem Teil verbunden sind. Dadurch hat die erste Schicht mehr Fläche, mit der sie am Bett klebt. Der Brim ist nur eine Schicht dick und lässt sich später leicht entfernen.

Verwechsle ihn nicht mit dem Skirt. Der Skirt ist eine Linie mit etwas Abstand um das Modell. Er berührt das Teil nicht, sondern dient dazu, die Düse vor dem Druck mit Material zu füllen. Auch das Raft ist etwas anderes, nämlich eine mehrschichtige Unterlage unter dem ganzen Teil.

Wann lohnt sich ein Brim?

Ein Brim hilft immer dann, wenn das Teil wenig Auflagefläche hat oder sich an den Rändern abhebt. Typische Fälle:

  • Hohe, schmale Teile, die leicht umkippen oder abreißen.
  • Modelle mit kleiner Kontaktfläche, etwa spitze oder runde Füße.
  • Materialien, die zum Verziehen neigen, zum Beispiel ABS und ASA. Diese sollten nur mit guter Belüftung gedruckt werden.
  • Große, flache Teile, deren Ecken sich nach oben biegen.

Die Breite stellst du im Slicer ein, entweder in Millimetern oder als Anzahl der Linien. Typisch sind etwa 3 bis 10 mm. Je breiter der Rand, desto besser der Halt, aber desto mehr Arbeit beim Entfernen und mehr Materialverbrauch. Bei kleinen Teilen genügt häufig ein schmaler Rand, bei großen oder stark verziehenden Teilen darf er breiter sein.

Ein Nachteil: Der Brim hinterlässt an der Kante manchmal eine leicht raue Stelle. Ein flaches Messer oder eine Zange hilft beim Entfernen. Wenn du kein Verziehen hast, brauchst du ihn nicht.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Details: Manche Slicer erlauben, den Brim nur an bestimmten Stellen oder nur außen zu drucken. So sparst du Material und Nacharbeit an Innenkonturen. Bei sehr dünnen Rändern kann sich der Brim beim Abziehen leicht verformen, achte daher auf eine ausreichende Linienzahl, damit er stabil genug bleibt.

In der Praxis

Aktiviere den Brim bei Teilen, die sich beim ersten Versuch ablösen oder an den Ecken verziehen. Mehr zu den Ursachen und weiteren Gegenmaßnahmen findest du in unserem Ratgeber zum Thema Warping vermeiden. Zusätzlich zu einem Brim helfen oft ein sauberes Druckbett und passende Betttemperaturen, die du den Herstellerangaben deines Filaments entnimmst.

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026