Flashforge

Flashforge 3D-Drucker: Marke, Modelle und Urteil

Adventurer 5M, 5M Pro und AD5X im Überblick: Was Flashforge kann und für wen die Marke passt.

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Offener EinstiegFlashforge Adventurer 5MFlashforge Adventurer 5M220 mm, Auto-Nivellierung, SchnellwechseldüseBei Amazon ansehen*Anzeige
MehrfarbdruckFlashforge AD5X (Adventurer 5X)Flashforge AD5X (Adventurer 5X)IFS für bis zu 4 Farben, auf Revision achtenZum Angebot bei Amazon*Anzeige
Geschlossen mit FilterFlashforge Adventurer 5M ProFlashforge Adventurer 5M ProHEPA und Aktivkohle, Kamera, 220 mm BauraumAktuellen Preis prüfen*Anzeige

Kurz gesagt

Flashforge baut kompakte CoreXY-Drucker mit 220 mm Kantenlänge. Der Adventurer 5M ist der offene Einstieg, der 5M Pro die geschlossene Variante mit Filter, der AD5X der Mehrfarbdrucker mit bis zu vier Farben. Die Marke passt, wenn dir kleiner Bauraum reicht und du wenig Aufbau willst.

Flashforge ist ein Hersteller mit langer Geschichte im Desktop-Bereich. Die aktuelle Adventurer-Reihe setzt auf kompakte CoreXY-Drucker mit 220 mm Kantenlänge. Hier siehst du, welche Modelle es gibt, was sie können und für wen sich die Marke lohnt.

Wer steckt hinter Flashforge?

Flashforge heißt mit vollem Namen Zhejiang Flashforge 3D Technology Co., Ltd. und stammt aus China. Auf der eigenen Unternehmensseite steht, dass die Firma 2011 gegründet wurde. Flashforge nennt fast eine Million Nutzer in über 200 Ländern, 134 nationale Patente und eine ISO-9001-Zertifizierung. Das sind Herstellerangaben.

Das Programm reicht von FDM-Druckern für Privatanwender bis zu Industriegeräten, dazu kommen Harz- und Wachsdrucker. Die Serien heißen Full-Color, Creator 5 und Adventurer. In der Adventurer-Reihe stehen aktuell AD5X, Adventurer 5M und Adventurer 5M Pro. Für die Software gibt es Flash Studio, Colorprint und FlashPrint. Der Hersteller nennt zudem Orca-Flashforge.

Die aktuellen Modelle

Die Tabelle zeigt die Adventurer-Modelle. Alle drei haben 220 × 220 × 220 mm Bauraum. Die Unterschiede liegen in Gehäuse, Mehrfarbfähigkeit und Temperatur. Eine ausführliche Einordnung des Mehrfarbmodells findest du im Einzelbericht zum AD5X.

Modell Klasse Bauraum Besonderheit
Adventurer 5M Einsteiger, offen 220 × 220 × 220 mm Düse bis 280 °C, Bett bis 100 °C, automatische Nivellierung
Adventurer 5M Pro Einsteiger, geschlossen 220 × 220 × 220 mm HEPA- und Aktivkohlefilter, Kamera, Bett bis 110 °C
AD5X Mehrfarbig, offen 220 × 220 × 220 mm IFS für bis zu 4 Farben, Düse bis 300 °C

Angaben laut Hersteller und Fachtests.

Adventurer 5M: kompakter Einstieg

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Flashforge Adventurer 5M

Unkomplizierter CoreXY-Drucker mit Auto-Nivellierung und Schnellwechseldüse.

  • Automatische Nivellierung
  • Bis 600 mm/s
  • Schnell wechselbare Düse
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Der Adventurer 5M hat einen CoreXY-Ganzmetallrahmen und kommt laut Flashforge zu 95 Prozent vormontiert. Die maximale Verfahrgeschwindigkeit liegt bei 600 mm/s, die Beschleunigung bei 20.000 mm/s². Die 0,4-mm-Düse sitzt in einem Schnellwechselsystem, optional gibt es 0,25, 0,6 und 0,8 mm. Die Nivellierung läuft automatisch.

Flashforge nennt PLA und PETG als Standard, TPU sowie PLA-CF und PETG-CF mit der 0,6-mm-Düse. ABS wird laut Produktseite nicht unterstützt. Das Gerät ist offen gebaut. Ein Gehäuse-Bausatz ist Zubehör.

Adventurer 5M Pro: geschlossen mit Filter

AnzeigeGeschlossen mit FilterFlashforge Adventurer 5M Pro

Flashforge Adventurer 5M Pro

Geschlossener Einsteigerdrucker mit HEPA- und Aktivkohlefilter, Kamera und 220 mm Bauraum.

  • Geschlossene Kammer mit Zweifach-Filterung
  • Interne Kamera zur Überwachung
  • Automatische Kalibrierung ohne manuelle Eingriffe
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Der Adventurer 5M Pro hat eine geschlossene Kammer. Laut 3Dnatives filtert er die Luft zweistufig mit HEPA- und Aktivkohlefilter. Flashforge gibt an, dass der Filter 99 Prozent der Partikel und flüchtigen organischen Verbindungen abfängt. Die Lautstärke liegt laut 3Dnatives bei 50 bis 55 dB. Im Test lobt die Redaktion die einfache Einrichtung, die Druckqualität und die breite Materialauswahl mit PLA, PETG, ABS und PA-CF.

Als Schwächen nennt 3Dnatives den kleinen Bauraum, das fehlende Multimaterial und eine unrunde Software-Umstellung. Die Filamentspule sitzt hinten und ist schwer erreichbar. Beide Düsen, 0,4 und 0,6 mm, liegen laut Test bei, und ein Schnellwechsel-Hotend sowie eine magnetische, flexible Druckplatte erleichtern Wartung und Entnahme. Wer ABS drucken will, findet im Ratgeber zu ABS und ASA die Voraussetzungen.

AD5X: Mehrfarbdruck mit IFS

AnzeigeMehrfarbdruckFlashforge AD5X (Adventurer 5X)

Flashforge AD5X (Adventurer 5X)

Kompakter CoreXY-Drucker mit integriertem Vier-Farben-System.

  • Vier Farben über das eingebaute IFS
  • Düse bis 300 °C, Verfahrweg bis 600 mm/s
  • TPU laut Hersteller unterstützt, 95A am besten einfarbig
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Der AD5X kombiniert das Intelligent Filament System mit einer Düse. Das IFS wechselt automatisch zwischen bis zu vier Farben. Die Düse erreicht laut Test 300 °C, das Bett 110 °C. Die Düse ist aus Edelstahl und nicht für abrasive Materialien gedacht.

China-Gadgets lobt nach Software-Updates die PLA-Ergebnisse, den einfachen Aufbau und den zuverlässigen 4-Farb-Druck. Kritik gibt es für viel Purge-Müll, einen trägen Touchscreen und TPU-Probleme. Die erste Hardware-Revision hat ein empfindliches Extruder-Kabel, die Tester raten davon ab. Prüfe also vor dem Kauf, welche Revision du erhältst. ProToolReviews misst die Lautstärke mit etwa 58 dB und empfiehlt ein Gehäuse für ABS und ASA. Weitere Geräte für mehrere Farben findest du in der Bestenliste für Mehrfarbdruck.

Was unterscheidet Adventurer 5M, 5M Pro und AD5X?

Der Adventurer 5M ist die Basis: offen, ohne Filter, mit Düse bis 280 °C und Bett bis 100 °C. Der Adventurer 5M Pro bringt Kammer, Filter und Kamera mit und hat laut Test ein Bett bis 110 °C. Der AD5X ist offen, besitzt aber das IFS und eine Düse bis 300 °C.

Die Wahl hängt von drei Punkten ab. Brauchst du Mehrfarbdruck, kommt nur der AD5X infrage. Brauchst du Filterung und Kammer, bleibt der 5M Pro. Reicht dir PLA und PETG in einer Farbe, genügt der 5M. Alle drei haben denselben Bauraum, du verlierst also bei keinem Modell Fläche.

Beachte bei Mehrfarbdruck die Folgekosten. Jeder Farbwechsel erzeugt Purge-Abfall, den die Tester beim AD5X ausdrücklich kritisieren. Plane also mehr Filament ein, als das Modell allein wiegt.

Welche Materialien eignen sich?

Für PLA und PETG sind alle drei Modelle ausgelegt. Flashforge gibt für den 5M außerdem TPU sowie PLA-CF und PETG-CF mit der 0,6-mm-Düse an. Die Edelstahldüse des AD5X ist laut China-Gadgets nicht für abrasive Materialien wie Carbonfaser-PETG gedacht. Verwende dafür eine gehärtete Düse oder ein anderes Gerät. ABS und ASA verlangen ein Gehäuse. Dazu zählen der geschlossene 5M Pro oder der Gehäuse-Bausatz für den offenen 5M. Beim Druck solcher Materialien entstehen Dämpfe, also lüfte den Raum gut.

Für wen die Marke passt

Flashforge passt zu drei Käufergruppen. Erstens zu Einsteigern, die einen kompakten, weitgehend vormontierten Drucker mit Auto-Nivellierung wollen. Zweitens zu Bastlern, die per AD5X vier Farben ohne Handwechsel drucken möchten. Drittens zu Nutzern, die einen geschlossenen Drucker mit Filter für die Wohnung suchen. Der Adventurer 5M Pro verfolgt diesen Ansatz, die Seite zu 3D-Druckern für zuhause vergleicht die Optionen.

Weniger passend ist die Marke, wenn du Teile über 220 mm brauchst. Flashforge baut auch größere Geräte wie den Guider 3 Plus mit 350 × 350 × 600 mm, den 3Dnatives in einem Labortest mit 9,5 von 10 Punkten bewertet hat. Prüfe aber, ob das Modell aktuell lieferbar ist. Alle drei Adventurer-Modelle haben dieselbe Kantenlänge. Auch für große Flächen oder lange Teile musst du auf andere Hersteller schauen. Die Seite zu großen 3D-Druckern zeigt Alternativen.

Software, Ersatzteile, Service

Flashforge liefert FlashPrint 5, Flash Studio, Colorprint und Orca-Flashforge. Die Adventurer-Modelle sind laut Produktseite auch mit dem Orca Slicer kompatibel. Das erleichtert den Wechsel zu bekannten Profilen. Der Hersteller betreibt eigene Shops, darunter für Deutschland und die EU, sowie ein Support-Portal und ein Wiki.

Ersatzteile sind gut sichtbar. Flashforge bietet Düsen in vier Durchmessern, Touchscreen- und Extruder-Baugruppen und den Gehäuse-Bausatz an. Eine Kamera ist für 5M, 5M Pro und AD5X als Kit erhältlich. Frage trotzdem vor dem Kauf nach Lieferzeiten und Garantieabwicklung.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Kompakte CoreXY-Drucker mit Auto-Nivellierung und Schnellwechseldüse.
  • Geschlossene Variante mit Filter im Adventurer 5M Pro.
  • Vierfarbdruck mit dem AD5X über das IFS.
  • Kompatibel mit Orca Slicer und eigener Software.

Schwächen

  • Alle Adventurer-Modelle haben nur 220 mm Kantenlänge.
  • Adventurer 5M und AD5X sind offen gebaut, der AD5X liegt im Test bei etwa 58 dB.
  • Der AD5X erzeugt viel Purge-Müll, die erste Revision ist problematisch.
  • ABS gilt beim 5M als nicht unterstützt.

Flashforge im Vergleich zu anderen Marken

Bei Bambu Lab ist das Mehrfarbsystem fester Teil des Ökosystems. Flashforge löst es beim AD5X mit dem IFS. Einen Überblick über die Konkurrenz findest du auf der Seite zu Bambu Lab. Weitere Hersteller mit ähnlichen Preisklassen sind Elegoo und Creality. Die Übersicht aller Hersteller steht unter 3D-Drucker-Marken.

Fazit

Flashforge ist die richtige Wahl, wenn du einen kompakten, weitgehend fertigen Drucker mit 220 mm Kantenlänge suchst. Der Adventurer 5M ist der offene Einstieg, der 5M Pro die geschlossene Variante mit Filter, der AD5X der Mehrfarbdrucker. Prüfe beim AD5X die Hardware-Revision und rechne mit Purge-Abfall. Beim 5M Pro ersetzt der Filter keine Lüftung, wenn du ABS druckst. Wer größere Teile oder viele technische Materialien braucht, schaut zusätzlich bei den Profi-Modellen nach, etwa auf der Seite zu 3D-Druckern für Profis.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026