AD5X

Flashforge AD5X: Datenblatt, Stärken, Schwächen

Offener Drucker mit integriertem Mehrfarbsystem IFS: Daten, Fachberichte und Einordnung.

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Flashforge AD5XFlashforge AD5X (Adventurer 5X)Flashforge AD5X (Adventurer 5X)Mehrfarbe mit IFS; offen, laut, viel SpülabfallZum Angebot bei Amazon*Anzeige

Kurz gesagt

Der Flashforge AD5X druckt laut Hersteller mit dem integrierten IFS bis zu vier Farben auf 220 × 220 × 220 mm Bauraum. Er passt zu PLA-, PETG- und TPU-Projekten ohne Gehäuse. Fachberichte kritisieren Lautstärke und viel Spülabfall.

Der Flashforge AD5X ist ein offener Drucker mit eingebautem Mehrfarbsystem, dem Intelligent Filament System, kurz IFS. Er richtet sich an Einsteiger, die ohne Zusatzkosten für ein Mehrfarbmodul mehrere Filamente nutzen wollen. Hier findest du Datenblatt, Stärken und Schwächen. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet, sondern werten Herstellerangaben und Fachberichte aus.

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Flashforge AD5X (Adventurer 5X)

Kompakter CoreXY-Drucker mit integriertem Vier-Farben-System.

  • Vier Farben über das eingebaute IFS
  • Düse bis 300 °C, Verfahrweg bis 600 mm/s
  • TPU laut Hersteller unterstützt, 95A am besten einfarbig
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bauraum laut Hersteller: 220 × 220 × 220 mm, offene Bauweise ohne Gehäuse.
  • Das IFS ist laut Flashforge fest integriert und unterstützt vier Farben.
  • Düse bis 300 °C, Heizbett bis 110 °C, Druckgeschwindigkeit bis 300 mm/s.
  • Der offene Rahmen schränkt die Materialwahl ein.
  • Ein Fachbericht von 3DPrint.com nennt die Farbwechsel material-hungrig und den Betrieb laut.

Wer ein günstiges Mehrfarbgerät sucht, findet weitere Optionen in der Liste Mehrfarb-3D-Drucker. Die Marke stellen wir auf Flashforge im Überblick vor.

Datenblatt

Merkmal Angabe laut Hersteller
Bauraum 220 × 220 × 220 mm
Bauart offene Bauweise, Einzel-Extruder
Geschwindigkeit Druck bis 300 mm/s, Verfahrweg bis 600 mm/s
Beschleunigung bis 20.000 mm/s²
Düse 0,4 mm Standard; 0,25, 0,6 und 0,8 mm optional
Max. Düsentemperatur 300 °C
Heizbett bis 110 °C, flexible PEI-Platte
Kalibrierung automatische Bettvermessung per Tastendruck
Mehrfarbe IFS, vier Farben
Gehäuse nein, Beleuchtung optional
Anschlüsse USB, Ethernet, WLAN
Display 4,3-Zoll-Touchscreen
Slicer Orca-Flashforge, Orca Slicer, FlashMaker
Maße und Gewicht 363 × 376 × 413 mm (ohne Display, IFS und Spulenhalter), 11 kg

Angaben laut Hersteller (Flashforge EU und Händlerseite).

Der Bauraum ist mit 220 mm Kantenlänge kompakt und für Alltagsteile ausreichend. Große Teile passen nicht. Dafür bietet die Übersicht große 3D-Drucker bessere Optionen.

Wie funktioniert das IFS beim AD5X?

Das IFS (Intelligent Filament System) ist ein Spulenhalter mit Filamentweiche, den Flashforge laut Hersteller fest im Drucker integriert hat. Ein externer Feeder wie bei anderen Systemen entfällt. Es unterstützt vier Farben. Außerdem wechselt es bei einfarbigem Druck automatisch zur nächsten Spule, wenn eine leer läuft.

Der Drucker hat nur einen Extruder. Bei jedem Farbwechsel muss die Düse spülen. Dadurch entsteht Abfall. Wie das Prinzip allgemein funktioniert, steht im Glossar unter Multicolor-System und Spülturm.

3DPrint.com beschreibt in seinem Bericht fast fünf Minuten pro Farbwechsel mit mehrfachem Spülen. Bei einem Druck mit TPU fiel dort sehr viel Spülmaterial an. Das Magazin vermutet einen Firmware-Fehler und rechnet mit einem Update. Ob das inzwischen behoben ist, prüfst du am besten in den aktuellen Firmware-Hinweisen von Flashforge.

Tipp: Plane bei mehrfarbigen Drucken mit hohem Materialverbrauch. Für kleine Modelle mit zwei Farben ist der Abfall meist überschaubar, bei großen Wechseln pro Schicht steigt er.

Software und Ökosystem

Flashforge nennt Orca-Flashforge und Orca Slicer als kompatible Slicer. FlashMaker unterstützt laut Händler Fernüberwachung und die Verwaltung mehrerer Drucker. Das Prinzip eines Slicers erklären wir im Ratgeber. Ein Vorteil ist, dass du mit Orca Slicer ein verbreitetes Programm nutzen kannst.

Der Drucker hat WLAN, Ethernet und USB. Eine Wiederaufnahme nach Stromausfall ist laut Hersteller vorgesehen, ebenso die Filamenterkennung.

Materialien

Flashforge nennt für das IFS die Sorten PLA, PETG, TPU95A (für einfarbigen Druck empfohlen), TPU64D bis 75D, PLA-CF und PETG-CF. Ob die Düse gehärtet ist, geht aus der Herstellerseite nicht hervor. Bei kohlefaserverstärkten Sorten solltest du das vorher klären, denn solche Filamente verschleißen Messingdüsen.

Weil der Rahmen offen ist, eignen sich ABS, ASA und Nylon nur eingeschränkt. Diese Materialien neigen zu Warping. Mit einem zusätzlichen Gehäuse lässt sich das teilweise abmildern. Beachte dabei Brandschutz und Lüftung.

Lautstärke und Aufstellung

3DPrint.com misst im Betrieb im Mittel etwa 72 dB, mit Spitzen um 80 dB. Das ist laut. Für ein Arbeitszimmer ohne Rückzug ist das relevant. Stelle den Drucker besser in einen Nebenraum oder auf eine Unterlage, die Vibrationen dämpft.

Mit 11 kg und 363 × 376 × 413 mm ist er leicht und passt auf ein stabiles Regal. Die Maße schließen das Display, das IFS und den Spulenhalter nicht ein. Rechne also mehr Platz ein.

Folgekosten und Ersatzteile

Zu den Folgekosten zählen Filament, Spülabfall und Düsen. Die Schnellwechsel-Düse lässt sich laut Händler in 30 Sekunden tauschen, ist aber nicht mit dem Adventurer 5M kompatibel. Alternative Düsen von 0,25 bis 0,8 mm sind erhältlich. Preise nennen wir hier nicht, sie schwanken.

Was Testberichte sagen

3DPrint.com lobt den niedrigen Preis für ein Gerät mit Mehrfarb-TPU, die einfache Wartung und das schlichte Design. Das Magazin kritisiert den lauten Betrieb, die offene Bauweise und das viele Spülmaterial.

Das Portal 3DWithUs hat dem Gerät einen eigenen Bericht mit Einstellungen und Tipps gewidmet. Dort steht, was du an Profilen anpassen kannst. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Firmware-Stand, daher gilt: Ältere Berichte können überholt sein.

Für wen, für wen nicht

Passt gut:

  • Du willst günstig mehrfarbig drucken und kommst ohne Gehäuse aus.
  • Du experimentierst mit flexiblem Filament.
  • Du magst Orca Slicer.

Passt weniger:

  • Du druckst ABS, ASA oder andere Materialien mit hoher Schrumpfung.
  • Du brauchst einen leisen Drucker im Wohnraum.
  • Du willst möglichst wenig Spülabfall.

Wer als Anfänger startet, findet in der Liste 3D-Drucker für Anfänger weitere Hinweise. Wer das Budget im Blick hat, schaut bei den günstigen 3D-Druckern nach.

Alternativen

Bambu Lab A1: Offener Aufbau mit größerem Bauraum und Mehrfarbdruck über das AMS lite. Die Details stehen im Bericht zum Bambu Lab A1.

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Offener Allrounder mit großem Bauraum, für Einsteiger wie Fortgeschrittene.

  • Bauraum 256 × 256 × 256 mm laut Hersteller
  • Automatische Kalibrierung
  • Mehrfarbig mit AMS lite nachrüstbar
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Anycubic Kobra S1 Combo: Geschlossen und mit Mehrfarbsystem in der Combo. Wenn dir ein Gehäuse wichtig ist, passt es besser. Mehr im Bericht zum Anycubic Kobra S1.

Worauf du vor dem Kauf achten solltest

Prüfe, welche Farben du wirklich brauchst. Das IFS bietet vier Plätze. Wer meist nur zwei Farben druckt, hat genug Spielraum. Mehr Farben bedeuten mehr Wechsel und damit mehr Spülabfall.

Prüfe außerdem das Material. Der offene Rahmen passt zu PLA und PETG. TPU nennt Flashforge für das IFS ausdrücklich, für einfarbigen Druck empfiehlt der Hersteller TPU95A. Bei ABS und ASA brauchst du ein Gehäuse und Lüftung. Hinweise zur Sicherheit stehen im Ratgeber zu 3D-Druck und Gesundheit.

Klär zuletzt die Düsenfrage. Flashforge nennt eine Schnellwechsel-Düse und Größen von 0,25 bis 0,8 mm. Ob die Standarddüse gehärtet ist, nennt der Hersteller nicht. Frage im Zweifel beim Händler nach.

Erste Schritte nach dem Auspacken

Richte zuerst Slicer und Netzwerk ein. Orca-Flashforge und Orca Slicer sind laut Hersteller kompatibel. Fahre danach die automatische Bettvermessung. Ein sauberer Testdruck zeigt, ob Haftung und Extrusion stimmen.

Lade die Spulen ins IFS und ordne die Farben im Slicer zu. Prüfe, ob die Zuordnung zwischen Slicer und Drucker passt, bevor du einen langen Druck startest.

Wie schlägt sich der AD5X gegen die Alternativen?

Gegenüber dem Bambu Lab A1 ist der AD5X laut Datenblatt im Bauraum kleiner. Dafür ist das Mehrfarbsystem integriert. Gegenüber geschlossenen Geräten wie dem Anycubic Kobra S1 fehlt das Gehäuse. Das ist die zentrale Abwägung: Du sparst Platz, gibst aber Materialvielfalt und Ruhe auf.

Fachbegriffe kurz erklärt

Ein Intelligent Filament System ist ein Spulenhalter mit Weiche, der mehrere Filamente zum selben Extruder führt. Der Drucker hat nur eine Düse, darum muss er bei jedem Wechsel die alte Farbe herausdrücken.

Die Druckgeschwindigkeit von 300 mm/s ist ein Maximalwert des Herstellers. Im Alltag liegt der Standard laut Hersteller bei 200 mm/s. Feine Details und Überhänge laufen langsamer.

Die Beschleunigung von 20.000 mm/s² beschreibt, wie schnell der Kopf Tempo aufnimmt. Hohe Werte erhöhen das Risiko von Vibrationen und Ghosting, wenn der Drucker nicht stabil steht. Eine feste Unterlage hilft.

Die flexible PEI-Platte lässt sich abziehen und biegen. Damit löst du fertige Teile leichter, ohne Werkzeug zu nutzen. Reinige sie regelmäßig mit Isopropanol.

Was lässt sich mit dem AD5X sinnvoll drucken?

Der Bauraum von 220 mm Kantenlänge reicht für Alltagsteile, Figuren, Halter und kleine Gehäuse. Mehrfarbige Beschriftungen, Logos und Spielzeug sind typische Einsatzzwecke eines Systems mit vier Farben. Flexible Teile aus TPU, etwa Hüllen oder Dämpfer, nennt Flashforge ausdrücklich als unterstützt.

Weniger geeignet sind große Einzelteile, Bauteile aus ABS und Teile, die dauerhaft Hitze aushalten müssen. Dafür fehlt dem offenen Aufbau eine warme Kammer. Wer solche Teile plant, sollte im Vorfeld das passende Material und einen geschlossenen Drucker wählen.

Ein Tipp für Mehrfarbdruck: Wähle Modelle mit wenigen Farbwechseln pro Schicht. So bleibt der Spülabfall gering und der Druck dauert weniger lang. Das gilt für jedes Gerät mit einem einzelnen Extruder.

Zur Einordnung der Lautstärke: Ein Wert von 72 dB entspricht etwa einem laufenden Staubsauger in mittlerer Entfernung. Wer in einer Wohnung druckt, sollte Nachtzeiten meiden und auf eine entkoppelte Unterlage achten. Das gilt für alle offenen Schnelldrucker dieser Klasse.

Fazit

Der Flashforge AD5X ist ein kompakter Einstieg in den Mehrfarbdruck mit integriertem IFS und vier Farben. Stärken sind der Funktionsumfang und die einfache Wartung. Schwächen sind der offene Rahmen, die Lautstärke und der hohe Spülabfall laut einem Fachbericht. Er passt zu PLA-, PETG- und TPU-Projekten. Wer Gehäuse und Hochtemperaturmaterial braucht, wählt ein anderes Gerät.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026