Glossar · Software

CAD (Konstruktionssoftware)

So entwirfst du eigene Teile am Rechner und bereitest sie für den Druck vor.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir

Kurz gesagt

CAD (Computer-Aided Design) bezeichnet Konstruktionssoftware, mit der du Bauteile am Rechner maßhaltig entwirfst. Im 3D-Druck ist CAD der Weg zu eigenen Modellen: Du konstruierst, exportierst als STL oder 3MF und übergibst die Datei an den Slicer.

Was ist CAD?

CAD steht für „Computer-Aided Design“, also rechnergestütztes Konstruieren. Du entwirfst ein Bauteil am Bildschirm mit exakten Maßen. Meist arbeitest du parametrisch: Du zeichnest eine Skizze, ziehst sie zu einem Körper auf und kannst jedes Maß später ändern. Das Modell passt sich dann an.

Von Modellierprogrammen für Figuren und Skulpturen unterscheidet sich CAD durch den Fokus auf Technik. Dort formst du ein Netz aus Dreiecken frei von Hand. In der Konstruktion beschreibst du Flächen, Bohrungen und Kanten über Maße und Bedingungen. Für Halterungen, Gehäuse und Ersatzteile ist das der passende Weg. Der Vorteil: Maße bleiben änderbar, und du kannst Varianten eines Teils schnell ableiten, ohne neu zu beginnen. Am Ende exportierst du das Ergebnis als STL-Datei oder 3MF und lädst es in den Slicer.

Wie startest du mit CAD für den 3D-Druck?

Beginne mit einer kleinen, nützlichen Aufgabe, etwa einem Haken oder einer Abdeckkappe. So lernst du die Grundfunktionen, ohne dich zu verzetteln. Einsteigerfreundlich sind browserbasierte Programme wie Tinkercad. Für mehr Funktionen bieten sich Open-Source-Programme wie FreeCAD an.

  • Messen: Nimm Maße am realen Teil mit einem Messschieber auf, statt sie zu schätzen.
  • Spiel einplanen: Bei Steckverbindungen und Passungen brauchst du Toleranz. Als grober Richtwert gelten oft wenige Zehntelmillimeter, der genaue Wert hängt von Drucker und Material ab.
  • Druckrichtung bedenken: Schichten halten in Zugrichtung weniger als quer dazu. Lege tragende Teile so, dass die Last nicht entlang der Schichtgrenzen wirkt.
  • Überhänge vermeiden: Eine Fase statt einer waagerechten Kante spart oft Stützstrukturen.
  • Wandstärke wählen: Sinnvoll ist ein Vielfaches der Linienbreite deiner Düse.

Auch Reparaturen lassen sich so erledigen: Ein abgebrochener Clip oder ein fehlender Knopf ist oft schneller nachkonstruiert als gekauft. Plane nach dem ersten Druck gleich einen zweiten Versuch ein. Passungen sitzen selten beim ersten Mal perfekt, und das ist normal. Dank parametrischer Maße korrigierst du sie in wenigen Minuten.

In der Praxis

Du musst nicht alles selbst konstruieren. Für viele Alltagsgegenstände gibt es fertige Modelle, die du direkt drucken oder als Ausgangspunkt anpassen kannst. Wo du solche Dateien findest, erklärt unsere Übersicht zu 3D-Druck-Vorlagen. Auch ohne diesen Link gilt: Fang mit einfachen Formen an und steigere den Anspruch Schritt für Schritt.

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026