Kobra S1 Max

Anycubic Kobra S1 Max: Datenblatt, Stärken, Schwächen

Der große CoreXY-Drucker mit beheizter Kammer im Check: Datenblatt, ACE 2 Pro und was bisher belegt ist.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir* = Affiliate-Link
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Kurz gesagt

Der Anycubic Kobra S1 Max ist ein großer CoreXY-Drucker mit 350 × 350 × 350 mm Bauraum, aktiv beheizter Kammer bis 65 °C und Hotend bis 350 °C. Er richtet sich an Fortgeschrittene, die große Teile aus ABS, ASA oder PA-CF drucken. Unabhängige Praxistests sind bislang dünn gesät.

Der Anycubic Kobra S1 Max ist die große Ausbaustufe des Kobra S1: 350 × 350 × 350 mm Bauraum, aktiv beheizte Kammer und ein Hotend bis 350 °C. Dieser Bericht ordnet die Herstellerdaten ein und sagt offen, wo belastbare Praxisberichte noch fehlen. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet.

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Anycubic Kobra S1 Max

Großer CoreXY-Drucker mit beheizter Kammer für technische Materialien.

  • 350 × 350 × 350 mm Bauraum
  • Aktive Kammerheizung bis 65 °C
  • Hotend bis 350 °C, gehärtete Düse
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bauraum: 350 × 350 × 350 mm, deutlich mehr als die 250 mm des Kobra S1.
  • Kammer: laut Hersteller aktiv beheizt bis 65 °C, gedacht für ABS, ASA, PC und Nylon.
  • Hotend und Düse: bis 350 °C, gehärtete Stahldüse ab Werk.
  • Mehrfarbdruck: über die ACE 2 Pro, im Combo ist eine Einheit enthalten, ausbaubar auf bis zu 16 Filamente.
  • Einschränkung: Unabhängige Praxistests lagen bei unserer Recherche kaum vor, die Angaben stammen überwiegend vom Hersteller.

Was ist der Anycubic Kobra S1 Max?

Der Anycubic Kobra S1 Max ist ein großformatiger CoreXY-Drucker mit Ganzmetallrahmen. Anycubic positioniert ihn für anspruchsvolle Materialien wie ABS, ASA, PC und Nylon. Er baut auf dem kleineren Kobra S1 auf, besitzt aber eine beheizte Kammer, die der S1 nicht hat.

Es gibt den Drucker einzeln und als Combo mit ACE 2 Pro. Das Combo ist die erste Wahl, wenn du mehrfarbig oder mit getrocknetem Filament drucken willst. Wie sich die Marke aufstellt, steht auf der Seite Anycubic.

Datenblatt

Merkmal Wert laut Hersteller
Bauraum 350 × 350 × 350 mm
Bauart CoreXY, geschlossenes Gehäuse, aktive Kammerheizung
Kammertemperatur bis 65 °C
Geschwindigkeit empfohlen 300 mm/s, maximal 600 mm/s
Beschleunigung maximal 20.000 mm/s²
Extruder Direct Drive, Zahnräder aus gehärtetem Stahl
Düse und Hotend 0,4 mm gehärteter Stahl (0,6 mm im Combo beigelegt), bis 350 °C
Heizbett bis 120 °C, PEI-Federstahlplatte
Kalibrierung LeviQ 3.0 automatisch
Mehrfarb-Option ACE 2 Pro, 4 Filamente je Einheit, bis 16 mit vier Einheiten
Filtration Aktivkohlefilter
Anschlüsse und Bedienung USB, 4,3-Zoll-Touchscreen, App und Slicer
Gewicht und Maße ca. 25,7 kg, 502,7 × 483 × 584 mm

Angaben laut Hersteller beziehungsweise Händlerdatenblatt.

Wie gut eignet sich der Kobra S1 Max für technische Materialien?

Die aktiv beheizte Kammer ist das wichtigste Merkmal des Kobra S1 Max. Anycubic gibt bis zu 65 °C an. Eine warme Kammer verringert das Verziehen großer Teile aus ABS, ASA und Polycarbonat. Das Hotend erreicht 350 °C, und die Düse sowie die Extruderzahnräder bestehen aus gehärtetem Stahl. Laut Anycubic ist der Drucker damit für kohlefaserverstärkte Filamente wie PA-CF und PETG-CF ausgelegt.

Anycubic nennt für den Betrieb mit ACE 2 Pro eine lange Liste an Materialien, darunter PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PC, PA und mehrere Verbundwerkstoffe. Ob jede Kombination im Alltag sauber läuft, belegen die gesichteten Quellen nicht. Einen Überblick über solche Werkstoffe gibt die Seite Technische Filamente, zu ABS und ASA findest du Details unter ABS und ASA.

Tipp: ABS, ASA, PC und Nylon geben beim Drucken Dämpfe ab. Stelle den Drucker in einem gut gelüfteten Raum auf. Der Aktivkohlefilter ersetzt keine Lüftung.

Wie funktioniert der Mehrfarbdruck mit der ACE 2 Pro?

Der Kobra S1 Max besitzt einen einzelnen Druckkopf. Für Farb- oder Materialwechsel schneidet der Drucker das Filament ab und spült. Notebookcheck beschreibt dieses Prinzip für das Combo. Die ACE 2 Pro trocknet laut Bericht das Filament zusätzlich bei 65 °C, während gedruckt wird, und führt Feuchtigkeit über ein elektromagnetisches Ventil ab. Anycubic hat zudem die Zuführung überarbeitet.

Mit einer Einheit druckst du 4 Farben, mit vier Einheiten bis zu 16 Filamente. Die ACE 2 Pro passt laut China-Gadgets nicht zum kleineren Kobra S1 oder zu älteren Modellen. Mehr zu Systemen und Abfall: Multicolor-Systeme.

Welche Software und welches Ökosystem gehört dazu?

Der Kobra S1 Max nutzt das Ökosystem aus Slicer, App und Touchscreen. Anycubic listet LeviQ 3.0 für die automatische Kalibrierung, eine Kamera in Standard-HD und KI-gestützte Fehlererkennung für Fremdkörper, Spaghetti-Fehler und das Überspringen von Objekten. Der Aufbau ist laut Hersteller nach rund 10 Minuten erledigt, weil der Drucker fast vollständig montiert ankommt.

Anycubic setzt bei seinen aktuellen Druckern auf den Anycubic Slicer Next, der auf Orca basiert. Welche Profile der Max genau nutzt, geht aus den gesichteten Quellen nicht hervor. Programme im Überblick: Slicer-Software.

Wie groß ist der Platzbedarf und wie laut ist er?

Der Drucker wiegt rund 25,7 kg und misst 502,7 × 483 × 584 mm. Die ACE 2 Pro braucht zusätzlichen Platz auf oder neben dem Gerät. Plane einen stabilen Tisch ein, der Gewicht und Vibrationen trägt. Zur Lautstärke liefern die gesichteten Quellen keine belastbaren Messwerte, daher lässt sich der Max nicht mit dem 44 dB(A) des kleineren S1 aus dem Notebookcheck-Bericht gleichsetzen.

Große Drucke dauern lange. Auch bei 300 mm/s empfohlener Geschwindigkeit laufen großformatige Teile viele Stunden. Der Nutzen des großen Bauraums liegt eher bei langen Einzelteilen, Gehäusen oder vielen Teilen auf einer Platte als beim reinen Tempo. Die Wahl nach Größe erleichtert die Bestenliste Große 3D-Drucker.

Was kostet der Betrieb und wie steht es um Ersatzteile?

Hotend und Düse sind laut Anycubic schnell wechselbar. Gehärtete Stahldüsen halten abrasive Filamente aus, nutzen sich aber ebenfalls ab. Zusätzliche ACE 2 Pro kosten extra. Die Ersatzteil- und Servicelage lässt sich für ein junges Modell nicht belastbar bewerten. Ein Händler, 3DJake, führt den Drucker zum Zeitpunkt der Recherche als ausverkauft.

Worauf solltest du vor dem Kauf achten?

Kläre zuerst, ob du den großen Bauraum wirklich brauchst. Ein 350-mm-Würfel bietet gegenüber 250 mm mehr als das Zweieinhalbfache an Volumen. Das lohnt sich bei langen Einzelteilen oder vielen Teilen pro Platte. Für kleine Teile zahlst du dagegen mit Platz, Gewicht und längeren Aufheizzeiten.

Prüfe zweitens die Variante. Im Combo ist eine ACE 2 Pro enthalten, die Filament trocknen und Farben wechseln kann. Beim reinen Drucker kommt die Einheit separat dazu. Beachte drittens die Aufstellung: Bei ABS, ASA und Nylon brauchst du Lüftung, und die Brandschutz-Hinweise des Herstellers gehören zur Pflichtlektüre. Zubehör wie ein Filamenttrockner ergänzt den Betrieb, wenn du viele Rollen lagerst.

Wie schlägt sich der Kobra S1 Max gegen andere große Drucker?

China-Gadgets sieht den Max als wertorientierte Alternative zum Bambu Lab H2S. Der Reiz liegt demnach im Verhältnis von Bauraum, Kammerheizung und Zubehör. Ob er im Alltag mit Wettbewerbern mithält, entscheiden Langzeittests, die bisher fehlen.

Innerhalb von Anycubic ist der Max das Modell für Technik-Materialien in großem Format. Der kleinere Kobra S1 bleibt die bessere Wahl für Einsteiger mit weniger Platz. Der Kobra X ist die günstige offene Variante. Mehr Optionen oberhalb von 300 mm Kantenlänge zeigt die Bestenliste zu großen Druckern, eine Einordnung zur Zielgruppe der Profi-Geräte die Seite zu Profi-Druckern.

Was Testberichte sagen

  • Notebookcheck: Der Bericht zur Ankündigung hebt den riesigen Bauraum, die beheizte Kammer bis 65 °C und die Option auf bis zu 16 Filamente hervor. Der Drucker nutze eine gehärtete Düse und unterstütze kohlefaserverstärkte Filamente.
  • China-Gadgets: Der Autor sieht den Max als preisbewusste Alternative zum Bambu Lab H2S und erwartet im Alltag etwa 300 mm/s. Er kündigte einen eigenen Test an. In den Leserkommentaren sind die Erfahrungen mit dem Kobra S1 gemischt.

Beide Quellen basieren auf der Markteinführung, nicht auf Dauertests. Unabhängige Messwerte zu Druckqualität, Lautstärke und Zuverlässigkeit fehlen bei den gesichteten Quellen. Bewerte den Drucker daher vorsichtig, bis mehr Praxisberichte vorliegen.

Wie sicher arbeitet der Kobra S1 Max?

Anycubic nennt für die Kunststoffteile des Heizbetts flammhemmende Materialien der Klasse V0. Dazu kommt die KI-Erkennung für Fremdkörper und Spaghetti-Fehler. Beides senkt Risiken, ersetzt aber keine Aufsicht bei langen Drucken mit hoher Kammertemperatur. Stelle den Drucker auf eine nicht brennbare Fläche, halte Abstand zu Wänden und lasse ihn nicht unbeaufsichtigt in einem Schlafraum laufen.

Für wen, für wen nicht

Der Kobra S1 Max passt, wenn du große Teile aus technischen Materialien wie ABS, ASA oder PA-CF drucken willst. Er passt zu Werkstatt und fortgeschrittenem Hobby. Für Einsteiger bleibt er überdimensioniert, weil Bauraum, Gewicht und Material-Know-how mehr verlangen. Einsteiger finden Modelle in der Bestenliste 3D-Drucker für Anfänger.

Weniger passt er, wenn dein Platz knapp ist oder du meist kleine PLA-Teile druckst. Dann reicht ein kleinerer Drucker wie der Kobra S1, der Bambu Lab P1S oder der Kobra X. Wer Teile in Serie für den Beruf druckt, sieht sich in der Rubrik Profi-Drucker um.

Alternativen

Das nächstkleinere Modell der Reihe ist der Kobra S1 mit ACE Pro und 250 mm Bauraum, aber ohne beheizte Kammer.

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Anycubic Kobra S1 Combo

Geschlossener Mehrfarb-Drucker mit Filamenttrocknung und leisem Betrieb.

  • ACE Pro mit 4 Farben
  • Aktive Trocknung bis 55 °C
  • Bis 46 dB laut Hersteller
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Ein weiterer großer Anycubic-Drucker ist der Kobra 3 Max Combo. Sieh dir dessen Datenblatt auf der Produktseite an, bevor du entscheidest.

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Anycubic Kobra 3 Max Combo

Großer Mehrfarbdrucker mit ACE Pro für vier oder acht Farben.

  • Bauraum 420 × 420 × 500 mm
  • 4 oder 8 Farben mit ACE Pro
  • Düse bis 300 °C, bis 600 mm/s
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Fazit

Der Anycubic Kobra S1 Max bietet laut Datenblatt viel für große Formate: 350 mm Bauraum, Kammer bis 65 °C, Hotend bis 350 °C und gehärtete Komponenten. Die Mehrfarb-Option über die ACE 2 Pro kommt hinzu. Belastbare Praxisberichte sind noch dünn gesät, deshalb gilt das Urteil unter Vorbehalt. Weitere Modelle ab 300 mm Kante findest du unter Große 3D-Drucker, den Ansatz unseres Vergleichs unter So vergleichen wir.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026