Creality K2

Creality K2, K2 Pro und K2 Plus im Check: Datenblatt und Urteil

Drei geschlossene CoreXY-Drucker mit CFS im Vergleich: Bauraum, Kammerheizung, Stärken, Schwächen und wer was braucht.

Von RedaktionAktualisiert am So vergleichen wir* = Affiliate-Link
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Kurz gesagt

Die Creality-K2-Reihe besteht aus K2 (260 mm), K2 Pro (300 mm) und K2 Plus (350 mm Bauraum). Nur K2 Pro und K2 Plus heizen die Kammer auf bis zu 60 °C. Für PLA und PETG genügt der K2, für ASA und Nylon brauchst du den K2 Pro, für große Teile den K2 Plus.

Unter dem Namen Creality K2 läuft eine ganze Familie geschlossener CoreXY-Drucker mit Mehrfarbsystem. Es gibt den K2, den K2 Pro und den K2 Plus. Sie unterscheiden sich vor allem in Bauraum und Kammerheizung. Hier findest du das Datenblatt aller drei, die Stärken und Schwächen und eine Entscheidungshilfe. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet, alle Angaben stammen vom Hersteller oder aus den genannten Quellen.

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Creality K2 Pro Combo

Geschlossener Drucker mit beheizter Kammer bis 60 °C und CFS.

  • 300 × 300 × 300 mm Bauraum
  • Kammer bis 60 °C
  • bis 600 mm/s laut Hersteller
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Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Modelle: K2 mit 260 mm, K2 Pro mit 300 mm und K2 Plus mit 350 mm Bauraumkante.
  • K2 Pro und K2 Plus heizen die Kammer auf bis zu 60 °C, der K2 hat keine Kammerheizung.
  • Alle drucken laut Hersteller bis 600 mm/s und nutzen das CFS für bis zu 16 Farben.
  • Mehrfarbdruck erzeugt viel Spülabfall und verlängert die Druckzeit deutlich.
  • Für TPU rät Creality laut CGMagazine vom CFS ab.

Datenblatt

Merkmal K2 K2 Pro K2 Plus
Bauraum 260 × 260 × 260 mm 300 × 300 × 300 mm 350 × 350 × 350 mm
Bauart CoreXY, geschlossenes Gehäuse, Direct-Drive-Extruder
Geschwindigkeit bis 600 mm/s bis 600 mm/s bis 600 mm/s
Beschleunigung 20.000 mm/s² 20.000 mm/s² 30.000 mm/s²
Düse maximal 300 °C 300 °C 350 °C
Druckbett bis 110 °C
Kammerheizung keine bis 60 °C bis 60 °C
Mehrfarb-Option CFS, bis zu 16 Farben mit vier Einheiten
Kamera KI-Kamera, 720p KI-Kamera, 720p KI-Kamera, 1080p
Gewicht 18,3 kg 23,7 kg 35 kg
Lautstärke bis 45 dB

Angaben laut Hersteller. Quelle: Creality-Ratgeber und 3DJake.

Was unterscheidet K2, K2 Pro und K2 Plus?

Der K2 ist die kompakte Variante ohne Kammerheizung. Der K2 Pro wächst auf 300 mm Kantenlänge und heizt die Kammer auf bis zu 60 °C. Laut 3DJake bringt er zusätzlich RFID-Erkennung für Filament, Dualband-WLAN, einen RJ45-Anschluss und 32 GB internen Speicher mit. Der K2 Plus ist die große Variante mit 350 mm, der höchsten Düsentemperatur von 350 °C und 30.000 mm/s² Beschleunigung. Er wiegt laut Creality 35 kg.

Alle drei teilen sich die Eckdaten: schneller CoreXY-Antrieb, Direct-Drive-Extruder, schnell wechselbares Hotend und eine KI-Kamera. Für einen Größenvergleich mit anderen Geräten lohnt der Blick auf die Bestenliste Große 3D-Drucker.

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Creality K2 Plus Combo

Große Variante der K2-Reihe mit 350 mm Bauraum und Düse bis 350 °C.

  • 350 × 350 × 350 mm Bauraum
  • Düse bis 350 °C
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Wie funktioniert das CFS?

CFS steht für Creality Filament System. Der Combo wird laut Notebookcheck mit einer CFS-Einheit geliefert. Mit vier Einheiten sind bis zu 16 Filamente möglich. Der Drucker wechselt Farben und Materialien dann ohne manuelles Umspulen. Das System ersetzt aber keine zweite Düse. Der Drucker hat weiter nur ein Hotend, deshalb muss er bei jedem Wechsel spülen.

CGMagazine bestätigt das im Test des K2 Pro: Farbwechsel erzeugen deutlichen Abfall und können die Druckzeit eines kleinen Modells ungefähr verdoppeln. Wer viele Farben druckt, sollte das einplanen. Einen Überblick über Alternativen findest du unter Mehrfarb-Systeme und in der Bestenliste Mehrfarbige 3D-Drucker.

Welche Materialien druckt die K2-Reihe?

PLA und PETG laufen auf allen Modellen. Die Kammerheizung des K2 Pro und K2 Plus hilft bei ABS und ASA. 3DJake sieht den K2 Pro als passend für technische Filamente wie ASA, Nylon oder PPA. Der K2 ohne Kammerheizung empfiehlt 3DJake eher für PLA, PETG, Figuren und mehrfarbige Modelle. Mehr zu den Materialien liest du unter ABS und ASA und technische Filamente.

Weiches Filament ist eine Schwäche. CGMagazine berichtet, dass TPU Feintuning braucht, um Verstopfungen und ungleichmäßige Extrusion zu vermeiden. Creality rät laut dem Test davon ab, TPU durch das CFS zu führen. Feuchtigkeit schadet vor allem Nylon und PETG. Ein Filamenttrockner gehört deshalb zur Ausstattung.

Tipp: Für ABS und ASA brauchst du einen gut belüfteten Raum. Die Dämpfe sind gesundheitlich relevant, auch bei geschlossenem Gehäuse.

Wie gut sind Software und Einrichtung?

Die K2-Reihe kalibriert laut CGMagazine Bett und Fluss weitgehend automatisch. Aufträge starten dadurch schnell. Notebookcheck nennt Touchscreen, USB, Ethernet und WLAN als Anschlüsse. Du brauchst also keine dauerhafte USB-Verbindung zum Rechner. Die mobile App liefert nach CGMagazine nützliche Meldungen und erlaubt Fernstart.

Die Software hat Schwächen. Der Slicer wirkt auf den Tester überladen, bei komplexen Projekten gibt es kurze Pausen. Die Cloud-Bibliothek enthält zudem kostenpflichtige Modelle. Gegenüber einem Drucker wie dem Prusa ist die K2-Reihe weniger offen zum Tüfteln. Dafür punktet der Rahmen aus Metall mit solider Anmutung.

Wie überwacht die KI-Kamera den Druck?

Die KI-Kamera erkennt Probleme während des Drucks. CGMagazine nennt als Beispiele lose Filamentfäden und eine fehlende Bauplatte. Beim K2 Plus liefert die Kammerkamera laut Creality 1080p, bei K2 und K2 Pro 720p, jeweils mit 30 Bildern pro Sekunde. Gerade bei langen Mehrfarbdrucken ist die Fernkontrolle hilfreich. Verlass dich aber nicht allein auf die Software, wenn du ABS oder ASA ohne Aufsicht druckst.

Welche Variante passt zu deinem Budget und Platz?

Die Entscheidung folgt drei Fragen. Erstens: Welche Materialien willst du drucken? Für ASA und Nylon brauchst du die Kammerheizung, also K2 Pro oder K2 Plus. Zweitens: Wie groß sind deine Teile? Ab etwa 300 mm Kantenlänge wird der K2 Pro oder K2 Plus nötig. Drittens: Wie viel Platz hast du? Der K2 Plus wiegt 35 kg, der K2 nur 18,3 kg. 3DJake nennt zwischen K2 Combo und K2 Pro Combo einen Preisunterschied von rund 440 Euro, zum Zeitpunkt des Ratgebers. Aktuelle Preise prüfst du selbst beim Händler.

Wie laut ist die K2-Reihe?

Creality gibt für alle drei Modelle bis zu 45 dB an. CGMagazine beschreibt die Geräusche bei Höchstgeschwindigkeit als laut, es gebe aber leisere Profile. Wer den Drucker in der Wohnung betreibt, wählt diese Profile und stellt das Gerät auf einen stabilen Tisch. Der K2 wiegt mit 18,3 kg am wenigsten, der K2 Plus mit 35 kg am meisten. Beim Plus brauchst du entsprechend viel Platz.

Was kosten Ersatzteile und Betrieb?

Zu den Folgekosten zählen Filament, Spülabfall beim Mehrfarbdruck und Verschleißteile. CGMagazine tauschte im Test einen defekten Extrudermotor des K2 Pro in etwa 20 Minuten mit Hilfe der Creality-Dokumentation. Das spricht für eine gute Wartbarkeit. Preise für einzelne Ersatzteile nennen die Quellen nicht. Schau dafür direkt in den Creality-Shop. Mehr zur Marke findest du unter Creality im Überblick.

Wie schneidet die K2-Reihe im Vergleich ab?

Der K2 Pro konkurriert mit geschlossenen Bambu-Lab-Geräten. Er bietet mehr Bauraum als der Bambu Lab P1S und eine aktiv beheizte Kammer. Die Marken stellen wir unter Creality gegen Bambu Lab gegenüber. Ein günstigerer Mehrfarb-Einstieg ist der Elegoo Centauri Carbon 2, der aber keine beheizte Kammer hat.

Stärken und Schwächen im Überblick

Stärken: Hohes Tempo von bis zu 600 mm/s laut Hersteller, gute Druckqualität laut CGMagazine, automatische Kalibrierung, KI-Überwachung, Mehrfarbdruck mit bis zu 16 Farben und eine gut dokumentierte Wartung. Der K2 Pro und der K2 Plus bieten zusätzlich eine beheizte Kammer.

Schwächen: Der Spülabfall beim Farbwechsel ist hoch, die Druckzeit steigt deutlich. TPU braucht Handarbeit und bleibt vom CFS ausgenommen. Die Software ist laut Test überladen, und bei Höchsttempo wird es laut. CGMagazine ordnet die Maschinen außerdem als weniger robust und konstant ein als deutlich teurere Geräte.

Zum Vergleich der Preisklassen hilft der Blick auf andere Geräte der Marke. Die Seite Creality bietet dazu einen Überblick.

Was Testberichte sagen

  • CGMagazine: Der K2 Pro erhält 8 von 10 Punkten. Der Tester lobt Druckqualität, einfache Einrichtung und die beheizte Kammer. Er kritisiert Spülabfall, TPU-Probleme, die überladene Software und laute Höchstgeschwindigkeit.
  • Notebookcheck: Das Magazin ordnet den K2 Pro Combo als geschlossenen Multi-Filament-Drucker ein. Er ist seit Oktober in Deutschland im Handel.
  • 3DJake: Der Ratgeber empfiehlt den K2 für PLA und PETG und den K2 Pro für kleine Firmen und technische Filamente.

Für wen, für wen nicht

K2: Du willst mehrfarbig drucken, vor allem PLA und PETG, und hast wenig Platz.

K2 Pro: Du willst ASA, Nylon oder große Teile und brauchst die Kammerheizung. Mehr Orientierung für anspruchsvolle Nutzer findest du in 3D-Drucker für Profis.

K2 Plus: Du brauchst 350 mm Bauraum und die höhere Düsentemperatur.

Nicht passend: Du druckst oft TPU oder willst ein sehr leises Gerät. Dann lohnt ein Blick auf andere Konzepte.

Alternativen

Das Bambu-Lab-System ist ausgereifter, hat aber einen kleineren Bauraum. Lies dazu den Bericht zum Bambu Lab P1S.

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Bambu Lab P1S Combo

Geschlossener Drucker mit AMS für Mehrfarbdruck ab Werk.

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Der Elegoo Centauri Carbon 2 bietet Mehrfarbdruck mit gehärteter Düse zu einem kleineren Format.

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Elegoo Centauri Carbon 2 Combo

Geschlossener CoreXY-Drucker mit Canvas für bis zu vier Farben.

  • 256 × 256 × 256 mm Bauraum
  • Düse bis 350 °C
  • HEPA- und Aktivkohlefilter
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Fazit

Die K2-Reihe bietet schnelle geschlossene Drucker mit CFS in drei Größen. Der K2 Pro ist laut den Quellen der Allrounder mit beheizter Kammer. Der K2 ist die kompakte Wahl für PLA und PETG, der K2 Plus die Wahl für große Teile. Mehrfarbdruck bleibt langsam und verschwendet Material, TPU ist heikel. Weitere Hilfe bietet die Kaufberatung. Wie wir vergleichen, steht unter So vergleichen wir.

Quellen

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Redaktion

Die Redaktion des 3D-Drucker-Ratgebers vergleicht 3D-Drucker, Resin-Drucker, Filamente und Zubehör anhand offener Kriterien: Herstellerangaben, zitierte Fachtests und gebündelte Praxiserfahrungen aus der Maker-Community. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite „So vergleichen wir“.

Zuletzt aktualisiert am 03.11.2026